Top-Klubs aufgepasst: Glasner öffnet Tür für schnellen Guéhi-Abschied
Von Fabian Küpper

Dass Marc Guéhi noch für Crystal Palace spielt, ist an sich eigentlich schon unglaublich. Schließlich war sein Wechsel zum FC Liverpool am Deadline Day im letzten Sommer schon perfekt. Aber weil die Eagles auf die Schnelle keinen Ersatz mehr verpflichten konnten, platzte der Deal und Guéhi blieb bei Palace.
Von Frust über den geplatzten Wechsel ist beim Kapitän dabei nichts zu sehen. Guéhi überzeugt weiterhin auf ganzer Linie und ist ein Schlüsselspieler im Team von Trainer Oliver Glasner. Somit ist es auch kein Wunder, dass die europäische Elite Schlange steht und um die Gunst Guéhis buhlt: Real Madrid, Manchester City, der FC Liverpool oder der FC Bayern sind alle in der Verlosung.
Bislang war jeder davon ausgegangen, dass der 51-Jährige noch bis zum Sommer auf den 25-Jährigen zählen kann. Doch ein Verbleib des Innenverteidigers über den Januar hinaus ist alles andere als in Stein gemeißelt, wie Glasner selbst erklärt.
Guéhi doch schon im Winter weg?
"Es wird einen Moment geben, an der der Verein verkaufen muss... Wenn der Spieler sagt: ‚Ich möchte gehen‘ und das Geld stimmt, wird es passieren."
- Oliver Glasner
"Es ist so, dass der Vertrag im Sommer ausläuft, und wenn jetzt jemand kommt, wird es einen Moment geben, in dem der Verein sagt: ‚Jetzt ist der finanzielle Nutzen wichtiger als der sportliche Nutzen.‘ Wir müssen das tun und versuchen, das Beste herauszuholen. Deshalb sage ich immer: ‚Ich weiß es nicht.‘ Denn diese Situation ist etwas anderes", erklärte der Österreicher.
Der 51-Jährige ergänzte: "Es wird einen Moment geben, an der der Verein verkaufen muss... Wenn der Spieler sagt: ‚Ich möchte gehen‘ und das Geld stimmt, wird es passieren. Ich bin nicht so naiv, dass ich nicht weiß, was passieren wird, wenn ein großes Angebot von City kommt und Marc es machen will."
Wohin führt Guéhis Weg?
Die Skyblues drücken von allen interessierten Teams aktuell am stärksten auf's Gaspedal. Grund dafür sind die Verletzungen von Ruben Dias und Josko Gvardiol, die für einen Engpass in der Innenverteidigung sorgen. Klar ist: Am Geld würde der Wechsel zu den Cityzens nicht scheitern.
Guéhis Wunschklub soll allerdings Real Madrid sein. Die Königlichen haben laut der AS aber noch keine endgültige Entscheidung gefällt, ob sie beim Palace-Kapitän in die Vollen gehen wollen – und ob sie offen für eine Verpflichtung im Winter sind.
Spannend ist diese neue Wendung auch für den FC Bayern. Die Münchner brachten am Mittwoch erst die wichtige Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano unter Dach und Fach – machen die Münchner jetzt noch bei Guéhi ernst? Schwer vorstellbar, aber nicht unmöglich.
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