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Thioune schlägt Transfer-Alarm: Auf diesen Positionen muss Werder dringend nachlegen

Vor allem eine Position mach dem SVW-Coach besonders große Sorgen.
Daniel Thioune will neue "Bahnspieler"
Daniel Thioune will neue "Bahnspieler" | IMAGO/Nordphoto

Werder Bremen hofft auf eine deutlich erfolgreichere Saison 2026/27. Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit läuft bislang schon besser als noch vor einem Jahr. "Im letzten Jahr haben wir fast alle Vorbereitungsspiele verloren, dieses Jahr scheinen wir auf einem guten Weg zu sein", befindet auch Kapitän Marco Friedl.

Werder hat bisher alle vier Testspiele für sich entschieden. Zuletzt am vergangenen Samstag mit 4:2 gegen Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus. Kommenden Samstag steht ein Doppel-Test gegen den neuen Bundesliga-Rivalen SC Paderborn an, der weitere Aufschlüsse liefern soll.

"Wir brauchen einfach Bahnspieler"

Was SVW-Coach Daniel Thioune jetzt schon weiß: Besonders auf zwei Positionen drückt der Personal-Schuh erheblich. Thioune hofft deshalb auf zeitnahe Verstärkung vom Transfermarkt. Am dringendsten wäre ein Neuzugang für die Außenverteidiger-Positionen. Hier soll es vier Optionen geben, aktuell hat Werder mit Felix Agu, Olivier Deman und Michtell Weiser nur drei im Kader.

Hinzu kommt, dass Weiser 13 Monate nach seinem Kreuzbandriss immer noch nicht spielfit ist. Zumal der Routinier im System mit einer Viererkette eine sehr offensive Variante wäre.

Bedenken muss man auch bei Agu haben, der zuletzt immer wieder verletzt ausfiel. Deman, der eigentlich schon ein Verkaufskandidat war, ist nach seiner Leih-Rückkehr in den letzten Monaten der stabilste Außenverteidiger gewesen.

"Wir haben auf diesen Positionen sicherlich Bedarf. Wir sind da in der Arbeit, es ist im Prozess. Ich hoffe, dass wir die Problematik schnellstmöglich lösen können, weil das unabhängig vom System ist. Wir brauchen einfach Bahnspieler", macht Thioune mit seiner Transfer-Forderung jetzt gegenüber der Bild druck.

Dass selbst ein Kader mit vier Außenverteidigern nicht risikofrei wäre, zeigt der Test gegen Cottbus. Weder Agu (Belastungssteuerung) noch Deman (Infekt) und Weiser (noch nicht fit) konnten auflaufen. "Der eine oder andere hat es zwar ganz ordentlich gemacht, dennoch mussten wir wieder mit positionsfremden Spielern agieren", beklagte Thioune.

Lynen-Backup würde guttun

Ganz so dramatisch ist die Kader-Situation im zentralen Mittelfeld nicht. Dennoch soll noch ein defensiver Anker auf der Sechs kommen. Platzhirsch ist hier der gesetzte Senne Lynen. Der Belgier laboriert aber an einer Bauchmuskelzerrung und konnte bisher noch kein Testspiel absolvieren. Zum Saisonstart wird der 27-Jährige kaum in Bestform sein können.

Rückkehrer Skelly Alvero und Neuzugang Dariusz Stalmach sind kein annähernd gleichwertiger Ersatz für Lynen. Und Jens Stage, bei dem ein Verbleib weiter nicht garantiert ist, hat seine Stärken eher im Spiel nach vorne und ist in der Achter-Rolle als Box-to-Box-Spieler besser aufgehoben.

Neben einem Außenverteidiger und einem Sechser soll auch noch ein weiterer Stürmer kommen. Wobei der Fokus am Osterdeich eher auf den echten Kaderbaustellen liegen sollte. Mit den Neuzugängen Kenny Quetant, Cedric Itten und Youngster Salim Musah hat Thioune im Angriff zumindest schon mehr Optionen. Zudem stehen aktuell auch (noch) Justin Njinmah und Dawid Kownacki im Kader.


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