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Thioune richtet emotionalem Appell an die Werder-Fans

Der Trainer der Bremer weiß um die angespannte Situation rund um den Klub und bittet um Zeit.
Hat eine schwere Aufgabe vor sich: Werder-Trainer Daniel Thioune
Hat eine schwere Aufgabe vor sich: Werder-Trainer Daniel Thioune | picture alliance/GettyImages

Bei Werder Bremen ist die Lage schon zu Saisonbeginn angespannt. Immerhin gelangen wenige Tage nach dem verkorksten Saisonstart beim SC Freiburg (1:4) und den Hiobsbotschaften um die schweren Verletzungen der Leistungsträger Jens Stage (90min berichtete) und Justin Njinmah am Deadline Day noch wichtige Verpflichtungen. Doch eine schnelle Trendwende durch eine Reihe von positiven Ergebnissen scheint noch kaum vorstellbar.

Die Mannschaft muss mit den zu großen Teilen spät dazugekommenen Neuen noch zusammenwachsen. Youri Regeer, Arthur und Moussa Ndiaye stießen erst am Dienstag zum Team – und auch Ludovit Reis, Eren Dinkci und Niclas Füllkrug sind noch nicht allzu lang in Bremen. Auch deshalb wandte sich Trainer Daniel Thioune nun mit einem emotionalen Appell an die Werder-Fans, die saisonübergreifend in den vergangenen 26 Spielen nur fünf Siege bejubeln konnten.

Thioune sieht Bringschuld und ist zufrieden mit dem Kader

"Geben Sie mir und der Mannschaft die Chance, es allen zu zeigen. Ich merke, wie kritisch gerade alles ist", sagte Thioune vor dem 2. Bundesliga-Spieltag der neuen Saison gegen RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr/Sky und DAZN): "Die Mannschaft kriegt von mir all die Power, Energie und Geduld, die ich habe. Ich weiß, dass man als Spieler und als Trainer in der Bringschuld ist, den Funken aufs Publikum zu übertragen. Aber wenn die Jungs angezündet werden, kann es auch helfen. Deswegen meine Werbung für ein wenig Zeit und Geduld."

Die Kaderplanung im Sommer bewertete Thioune derweil im Ablauf kritisch, aber insgesamt positiv. "Dass der Kader zu so einem späten Zeitpunkt erst steht, ist nicht ganz so optimal. Aber er birgt die Chance, daraus etwas zu entwickeln", erklärte der 52-Jährige: "Wir haben am Ende Transfers von jungen, ambitionierten Spielern vorgenommen. Ich bin deswegen zufrieden mit der Zusammenstellung, auch wenn man sich als Trainer immer maximale Qualität als auch Quantität wünscht." Der Kader sei "so ausgewogen aufgestellt, dass wir in der Lage sein sollten, unsere Ziele zu erreichen".

Und dieses Ziel ist klar gesteckt: So schnell wie möglich sollen die ominösen 40 Punkte her – und damit die Abstiegssorgen abgehakt werden. Dafür müsste Werder in dieser Saison acht Zähler mehr holen als in der vergangenen Spielzeit, die die Bremer mit nur zwei Punkten vor dem Relegationsplatz als 15. abgeschlossen hatten. Angesichts der schweren Startbedingungen kein leichtes Unterfangen – umso wichtiger wäre es, dass Thiounes Appell im Klub Gehör findet.


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