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Thioune beschreibt Wunschspieler für Werder – doch Füllkrug wäre das Gegenteil

Niclas Füllkrug könnte offenbar zu Werder Bremen zurückkehren – obwohl Daniel Thioune öffentlich andere Spielertypen fordert. Ein kurioser Zwiespalt.
Daniel Thioune
Daniel Thioune | Simon Hofmann/GettyImages

Anscheinend ist es längst nicht mehr abwegig, von einer möglichen Rückkehr von Niclas Füllkrug an die Weser zu sprechen. Die Bild attestiert Werder Bremen mittlerweile "gute Karten" auf eine solche Rückholaktion (90min berichtete). Der Stürmer ist wohl zu nennenswerten Gehaltseinbußen bereit, um sich stattdessen wieder gebraucht zu fühlen und regelmäßig aufzuspielen. Abgebrochen ist der Kontakt zu dem Verein, für den er bereits 124 Pflichtspiele absolviert hat, nie.

Ob Füllkrug schlussendlich tatsächlich zu Werder zurückkehrt oder nicht, ist die eine Sache. Immerhin kann ein beidseitig konkretes Interesse an diesem Szenario vorherrschen, es sich aber aus bislang unerfindlichen Gründen nicht umsetzen lassen. Die andere Sache ist jedoch, dass dieses Gedankenspiel so überhaupt nicht dazu passt, was Daniel Thioune jüngst gefordert hatte.


Thioune mit klarer Vorstellung zu Spieler, die Werder zur neuen Saison braucht

Im Gespräch mit der Deichstube wurde der Bremen-Cheftrainer auf seinen eigenen Einfluss auf den Transfer-Sommer angesprochen. Mit einer Wunschliste agiere er zwar nicht, doch äußerte er dort eine klare Vorstellung seinerseits.

"Wir brauchen Spieler, die möglichst eine komplette Saison verfügbar sind, und nicht welche, die spannend sind aufgrund ihrer Vergangenheit, dafür aber ein Handicap und womöglich viele Ausfallzeiten haben."

Eine ganz einfache und etwas provokante Frage: Auf welchen Spieler würde eine solche Beschreibung passen, wenn nicht auf Füllkrug?

Niclas Fullkrug
Niclas Füllkrug im Einsatz für Mailand | Claudio Villa/GettyImages

Füllkrug passt genau in die Thioune-Beschreibung - gleicher Spiele ohne Werder-Vergangenheit wäre sicher kein Thema

Der 33-Jährige hat eben jene Werder-Vergangenheit und scheint insbesondere deshalb überhaupt ein Transfer-Thema zu sein. Irgendein anderer Stürmer seines Profils und seines Alters, der zudem über die vergangenen Jahre häufiger auch über längere Zeiträume eben durch verletzungsbedingte Zwangspausen nicht zur Verfügung standen, wäre doch erst gar nicht auf dem Radar des Bundesligisten gelandet.

Vor etwa anderthalb Jahren fehlte Füllkrug über rund drei Monate wegen seiner Achillessehnenprobleme. Wenig später fehlte er mit einer Oberschenkelverletzung wieder über fast drei Monate. Alleine durch diese zwei Verletzungen hat er laut transfermarkt satte 27 Spiele für West Ham verpasst. Dazu gesellten sich hier und da kleinere Beschwerden, die ebenfalls zu mal kürzeren und mal wieder vergleichsweise längeren Pausen führten. In der nun abgeschlossenen Rückrunde hat er für die AC Milan auch nur dreimal (!) aus der Startelf heraus aufgespielt. Seine durchschnittliche Einsatzzeit über diese Halbjahres-Leihe beträgt lediglich 32 Minuten pro Spiel, in dem er aufspielte.

Insgesamt passt Füllkrug also sehr gut in das Muster, das Thioune also thematisiert hat. Die Frage muss gestellt werden: Wieso beschäftigt sich Werder augenscheinlich mit einer etwaigen Verpflichtung, wenn der eigene Cheftrainer genau solche Transfers eben nicht möchte?


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