Es war ein unwürdiges Ende für die Nationaltrainer-Laufbahn von Didier Deschamps. Nahezu chancenlos schied Frankreich im WM-Halbfinale gegen Spanien aus. Statt Finale in New York heißt es stattdessen Spiel um Platz drei in Miami.
Klar ist: Egal ob Les Bleus am Ende Dritter oder Vierter werden, so ist das Abschneiden dennoch eine Enttäuschung. Die Mannschaft galt vor allem wegen der Offensive als größter WM-Favorit, bekam gegen Spanien aber einen harten Realitätscheck.
Der Zeitplan steht fest
Für Didier Deschamps endet nach dem Spiel am Samstagabend dann auch seine Karriere als französischer Nationaltrainer. Sein Nachfolger steht dabei schon fest: Zinedine Zidane. Seit Jahren bemühte sich der französische Fußballverband um die Verpflichtung des Weltmeisters von 1998, jetzt ist sie quasi perfekt.
Dabei wird Zizou seinen Posten später antreten als etwa Jürgen Klopp, der in Deutschland auf Julian Nagelsmann folgt. Laut der L'Equipe wird Zidane sein Amt als Nationaltrainer am 1. September offiziell antreten und an diesem Tag auch offiziell vorgestellt werden.
Ein Wiedersehen nach 20 Jahren
Zum ersten Mal betreut der dreifache Weltfußballer seine Mannschaft dann rund drei Wochen später: Am 25. September sind Kylian Mbappé, Michael Olise & Co. im Atatürk-Olympiastadion in Istanbul zu Gast.
Das erste Heimspiel ist für Zidane dabei dann direkt ein besonders emotionales. Denn am 2. Oktober geht es im Stade de France gegen Italien – also jene Nation, gegen die er im WM-Finale 2006 sein letztes Spiel bestritt, wobei er nach seinem Kopfstoß gegen Marco Materazzi mit Rot vom Platz flog.
Italien setzte sich am Ende im Elfmeterschießen durch und verhinderte so den zweiten WM-Sieg Zidanes – kann er jetzt also als Trainer endlich Revanche nehmen?
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