Ter Stegen stimmt Barça-Abschied zu - doch ein Knackpunkt bleibt

Marc-André ter Stegen sollte den FC Barcelona im Winter verlassen, sofern er seine Chancen auf die WM im Sommer wahren will. Der Torhüter soll einer Leihe nun zugestimmt haben, aber auch nur unter bestimmten Voraussetungen.
Marc-André ter Stegen soll in der Rückrunde mithilfe einer Leihe Spielpraxis sammeln
Marc-André ter Stegen soll in der Rückrunde mithilfe einer Leihe Spielpraxis sammeln / Alex Caparros/GettyImages
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Eine Entscheidung darüber, wo Marc-André ter Stegen die Rückrunde verbringen wird, steht nach wie vor aus. Der Torhüter des FC Barcelona soll bis Saisonende verliehen werden, um nach langer Verletzung wieder mehr Spielpraxis zu bekommen. Ein möglicher Leihdeal stand in den vergangenen Tagen zwar kurzzeitig wieder auf der Kippe, weil der 33-Jährige erneut über Knieprobleme klagte und somit nicht nach Saudi-Arabien zur Supercopa mitreisen konnte. Wenig später konnten die Katalanen aber Entwarnung geben.

Kann der schon länger im Raum stehende Wechsel zum FC Girona nun endlich finalisiert werden? Wie die spanische Zeitung Sport berichtet, hat ter Stegen einer Leihe zum Abstiegskandidaten aus La Liga nun grundsätzlich zugestimmt.

Ein großer Vorteil ist, dass Girona nur rund 100 Kilometer von Barcelona entfernt liegt und in einer Stunde mit dem Auto zu erreichen ist. Somit könnte ter Stegen in seiner katalanischen Wahlheimat wohnen bleiben. Allerdings steht der Verein, der Teil der City Football Group ist, auf Tabellenplatz 17 und damit mitten im Abstiegskampf der spanischen Liga. Für ter Stegen wäre der Kampf um den Klassenerhalt nach elf Jahren bei Barça sicherlich eine ungewohnte Aufgabe.

Ist beim Thema Gehalt keine Lösung in Sicht?

Der größte Knackpunkt ist aber nicht die sportliche Situation von Girona, sondern vielmehr das Gehalt von ter Stegen, der seinen aktuellen Vertrag noch in seinen sportlich besten Zeiten unterschrieb. Der Barça-Kapitän soll nach wie vor 18 bis 20 Millionen Euro pro Saison verdienen. Diese Summe ist für Girona selbst für ein halbes Jahr nicht zu stemmen. Doch selbst wenn Barcelona 75 bis 80 Prozent des Gehalts übernehmen würde, wären Gehaltskosten von 1,8 bis 2,5 Millionen Euro für Girona wohl immer noch zu hoch.

Das Problem des FC Girona ist, dass zum Gehalt auch eine Leihgebühr von einer Million Euro hinzukommen würde. Im Vergleich dazu verdient Torwart Dominik Livakovic, der den Verein bei ter Stegens Ankunft wohl wieder verlassen würde, gerade einmal 300.000 Euro.

Ob ter Stegen und Barça mit dem Ausbildungsverein von Manchester City in den kommenden Tagen eine Lösung finden können, mit der alle Seiten zufrieden sind, bleibt demnach abzuwarten.


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