Seit Februar ist Erik ten Hag als Technischer Direktor bei Twente Enschede in der niederländischen Eredivisie aktiv und somit für die breite Masse etwas in den Hintergrund gerückt. Noch vor zwei Jahren war der Holländer auf der großen Bühne unterwegs und arbeitete in der Premier League als Trainer von Manchester United mit Stars wie Raphael Varane, Casemiro und sogar Cristiano Ronaldo zusammen.
Von 2022 bis 2024 hatte ten Hag den Job bei Man United inne. Nun blickte der 56-Jährige in einem Interview mit The Athletic auf seine Zeit zurück und äußerte dabei scharfe Kritik an CR7. Der Hintergrund: Nachdem das Verhältnis zwischen dem Klub und Ronaldo bereits stark angekratzt war und der Angreifer zunehmend auf der Bank saß, verweigerte der portugiesische Superstar im Oktober 2022 seine Einwechslung gegen Tottenham.
Im anschließenden Winter wurde schließlich Ronaldos Vertrag aufgelöst und der 41-Jährige wechselte zu Al-Nassr nach Saudi-Arabien.
Ten Hag enttäuscht über Ronaldos Verhalten
"Er hat die Mannschaft im Stich gelassen, und er hat mich im Stich gelassen, denn wir hatten mit ihm geplant", zeigte sich ten Hag über das damalige Verhalten von Ronaldo enttäuscht: "Natürlich ist er einer der Besten in der Geschichte des Fußballs. Ich habe ihn sehr respektiert. Aber damals musste ich als Trainer eine rationale Entscheidung treffen und die Spieler behalten, die ich bewundere."
Ten Hag erklärte weiter, dass er Ronaldo nicht spielen lassen habe, weil seine Leistungen im Training nicht das benötigte Niveau erreicht haben: "Ich sagte oft: 'Ronnie, alle wollen dafür arbeiten, dich in die richtige Position zu bringen, aber wenn du dich nicht selbst in den Strafraum bringst, kannst du kein Tor schießen.' Er war dazu nicht in der Lage."
Ten Hag mit Kritik an Ronaldos Arbeitsmoral
Damals wurde ten Hag angekreidet, dass er Ronaldo ein unpassendes System aufzwang, das ihn zu sehr in die intensive Arbeit gegen den Ball einspannte. Doch der Niederländer hat offenbar eine andere Sichtweise auf die Dinge und schoss gegen Ronaldos Arbeitsmoral bei den Red Devils: "Es ist falsch, mir vorzuwerfen, ich hätte von ihm erwartet, dass er ins Pressing geht, und dass er erschöpft sei. Aber er konnte es einfach nicht. Er lief weder mit noch ohne Ball. Der Grund dafür war, dass er sich nicht vorbereitet hatte."
Ten Hag und Ronaldo sind auf jeden Fall nicht im Guten auseinandergegangen. Das Tischtuch zwischen CR7 und seinen Trainern zerschnitt sich in seiner Karriere jedoch schon häufiger.
