Ohne den Abstieg von Fortuna Düsseldorf in Liga drei, an dem der FC Schalke auch selbst durch den eigenen 1:0-Sieg am drittletzten Spieltag seinen Anteil hatte, würde Satoshi Tanaka niemals bei Königsblau unter Vertrag stehen. Ohne diesen Abstieg hätte die Ausstiegsklausel nämlich um die zehn Millionen Euro betragen – und nicht rund eine Million Euro, wie es schlussendlich der Fall war.
Für den S04 ist Tanaka als Neuzugang umso wertvoller. Zurzeit schickt er sich an, mit Ron Schallenberg einen in der Aufstiegssaison gesetzten Leistungsträger aus der Startelf zu verdrängen. Zwischen den beiden gibt es den zurzeit spannendsten Konkurrenzkampf in der Mannschaft (90min berichtete).
Tanaka mit früher S04-Verbindung durch Uchida – viel Respekt für Schallenberg
Doch von null auf hundert kam Tanaka nun auch wieder nicht mit Schalke in Verbindung. Wie er nun erklärte, wurde ihm der Klub durch Atsuto Uchida bereits näher gebracht. "Ich habe schon als Kind viele Schalke-Spiele geschaut. Ich wollte auch für diesen großen Verein in der Bundesliga spielen, so wie Atsuto", so der Mittelfeldspieler (via WAZ). Uchida habe "großartige Leistungen gezeigt und ich wollte wie er sein".
Für ihn ein gleich doppelter Vorteil: Düsseldorf und Schalke sind nicht weit voneinander entfernt, einige S04-Spieler wohnen standardmäßig in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Dazu bietet die Stadt eine der größten japanischen Communities in ganz Europa auf. "Es gibt japanische Restaurants und Supermärkte, das macht mich glücklich", betonte Tanaka ein für ihn dadurch einfacheres Einleben. Immerhin war er auch erst zum Jahreswechsel zur Fortuna gewechselt und so erstmals nach Deutschland gezogen.
Dadurch, dass sich Tanaka weniger mit Themen außerhalb des Fußballs beschäftigen muss und ihm das Einleben leichter fällt, kann er sich besser auf Schalke und den anhaltenden Konkurrenzkampf fokussieren.
"Ron hat eine tolle Technik und zeigt gute Leistungen. Ich respektiere ihn sehr. Wir haben eine unterschiedliche Spielweise. Ich muss mich auf mich selbst konzentrieren", äußerte sich der Neuzugang noch zurückhaltend zu diesem Mittelfeld-Duell. Grundsätzlich passe der Stil von Miron Muslic, mit "harter Arbeit" und "viel Laufen" aber gut zu ihm.
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