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Streichliste: Diese 5 Spieler sollte der VfB Stuttgart im Sommer abgeben

Die Schwaben stehen vor der Champions-League-Rückkehr und sollten den Kader weiter optimieren.
Offen, ob Undav und Nartey kommende Saison noch Teamkollegen sind
Offen, ob Undav und Nartey kommende Saison noch Teamkollegen sind | picture alliance/GettyImages

Mit einem krachenden 5:2-Sieg in Augsburg hat sich der VfB Stuttgart als Tabellendritter in die März-Länderspielpause verabschiedet. Ehe es im April und Mai in die letzten sieben Bundesliga-Spiele geht, stehen die Chancen auf die Rückkehr in die Champions League bestens. Im DFB-Pokal haben die Schwaben als Halbfinalist zudem noch die Chance, den Titel zu verteidigen.

Ganz klar: Die Mannschaft von Erfolgscoach Sebastian Hoeneß spielt eine bockstarke Saison. Angeführt von Deniz Undav, der 2026 der Topscorer aus den europäischen Top fünf Ligen ist. Entsprechend ist für Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bis Sommer eine der wichtigsten Aufgaben, mit dem 29-Jährigen über 2027 hinaus zu verlängern.

Angehen sollten Wohlgemuth und Co. aber auch einige Trennungen. Wir blicken auf die Spieler, von denen sich der VfB am Saisonende verabschieden sollte. Wichtig: Aktuelle Leihspieler wurden bei dieser Aufzählung nicht berücksichtigt.

1. Ameen Al-Dakhil

VfB Stuttgart - Bayern Munich
Ameen Al-Dakhil spielt in der VfB-Abwehr keine große Rolle | picture alliance/GettyImages

Vertrag bis 2028

Als Waldemar Anton den VfB im Sommer 2024 gen Dortmund verließ, verpflichteten die Stuttgarter unter anderem Ameen Al-Dakhil, um die Lücke zu schließen. Der sechsfache belgische Nationalspieler kam vom damaligen Premier-League-Absteiger FC Burnley und kostete die Schwaben immerhin neun Millionen Euro Ablöse.

Als Stammspieler im schwäbischen Abwehrzentrum konnte sich Al-Dakhil aber nie etablieren. Vielmehr wird der 24-Jährige häufig von Verletzungen zurückgeworfen und ist in der internen Hierarchie nur noch Innenverteidiger Nummer fünf. Bei acht Einsätzen in der laufenden Saison stand Al-Dakhil nur dreimal in der Startelf.

Sein Marktwert ist inzwischen auf geschätzte vier Millionen Euro abgesackt. Weil er immerhin noch zwei weitere Jahre unter Vertrag steht, könnte man im Sommer zumindest noch einen Teil der selbst gezahlten Ablöse einnehmen. Ein sportlicher Durchbruch in Stuttgart zeichnet sich nicht mehr ab. Und mit verletzungsgeplagten Innenverteidigern kennt man sich im Ländle leider aus...

2. Dan-Axel Zagadou

Dan-Axel Zagadou
Dan-Axel Zagadous Körper streikt regelmäßig | DeFodi Images/GettyImages

Vertrag bis 2026

Dan-Axel Zagadou steht beim VfB als Synonym für Verletzungssorgen. Bei 'Daxo' drängt sich immer wieder die Frage auf: Was wäre wenn... ? Auch Sebastian Hoeneß scheint das umzutreiben. Am liebsten würde er mit dem Franzosen wohl verlängern – in der fast schon verzweifelten Hoffnung, dass er endlich mal wieder konstant fit ist.

Wäre das der Fall, wäre eine Zagadou-Verlängerung ein No-Brainer. Dass das der Fall sein wird, ist angesichts seiner unfassbar bitteren Verletzungshistorie so gut wie auszuschließen. Am Ende muss man festhalten, so bitter das klingen mag: Zagadous Körper ist für Profisport nicht gemacht.

Selbst ein neuer Einjahresvertrag zu stark leistungsbezogenen Konditionen macht aus VfB-Sicht keinen Sinn. Zagadou würde dann nur einen wichtigen Kaderplatz blockieren. Es sollte im Sommer auf ein sprichwörtliches Ende mit Schrecken hinauslaufen.

3. Pascal Stenzel

Pascal Stenzel
Pascal Stenzel ist nicht mehr gefragt | DeFodi Images/GettyImages

Vertrag bis 2026

Vor sieben Jahren kam Pascal Stenzel zunächst per Leihe und ein Jahr später per festem Transfer für 1,3 Millionen Euro vom SC Freiburg ins Ländle. Seither hat sich der heute 30-Jährige als verlässlicher Spieler erwiesen. Der allerdings schon länger kaum ein Thema für die Startelf mehr ist. Immerhin zweimal war das in der laufenden Bundesliga-Saison noch der Fall. Mehr Einsätze hat Stenzel nicht zu verzeichnen.

Grund dafür ist auch, dass es beim VfB mit Josha Vagnoman und Lorenz Assignon zwei stärkere Rechtsverteidiger gibt. Einen dritten weiter im Kader zu behalten, ist unnötig. Zumal es den ein oder anderen positionsfremden Spieler gibt, der zur Not hier einspringen könnte.

4. Nikolas Nartey

Nikolas Nartey
Nikolas Nartey hat sich zurückgekämpft | NurPhoto/GettyImages

Vertrag bis 2026

Vor einem Jahr hätte wohl jeder VfB-Fan unterschrieben, dass der 26-jährige Däne in dieser Liste auftaucht. Doch dann folgte erst die überraschende Vertragsverlängerung um ein Jahr. Und dann der überraschende Durchbruch des Mittelfeldspielers.

Der war zuvor – ähnlich wie Zagadou – fast ständig verletzt. 25/26 blieb Nartey plötzlich konstant fit und wurde so ein wichtiger(er) Faktor im Hoeneß-Team. Der geschätzte Marktwert schnellte von 400.000 Euro auf sieben Millionen Euro nach oben.

Nartey bringt es diese Saison auf 31 Einsätze mit drei Toren und drei Assists. Zwölfmal stand er in der Startelf.

Das sind zwar Zahlen eines wichtigen Rollenspielers. Mehr ist Nartey dann aber auch wieder nicht. Weil der Däne in den Gesprächen um einen neuen Vertrag eine längerfristige Laufzeit mit satter Gehaltserhöhung fordern soll, ist ein Deal für den VfB wenig attraktiv.

Es bleibt offen, ob Nartey eine solch konstante Saison wiederholen kann. Die finanziellen Mittel sollten die VfB-Bosse lieber in eine Mittelfeld-Verstärkung mit Stammspieler-Potenzial stecken. Für Nartey ergeben sich als ablösefreier Spieler nach einer guten Saison sicher interessante Möglichkeiten andernorts.

Vor einem Jahr sah das noch komplett anders aus...

5. Badredine Bouanani

Badredine Bouanani
Badredine Bouanani hat die Erwartungen beim VfB nicht erfüllt | Eurasia Sport Images/GettyImages

Vertrag bis 2030

Nach den Abgängen von Nick Woltemade und Enzo Millot im vergangenen Sommer mussten die Schwaben auf dem Transfermarkt reagieren und für offensiven Ersatz sorgen.

Bei Bilal El Khannouss gelang ein später Volltreffer. Die späte Verpflichtung von Badredine Bouanani ist bislang dagegen eine Enttäuschung. Immerhin 15 Millionen Euro Ablöse zahlte der VfB für den algerischen Nationalspieler an OGC Nizza.

Nach zwölf Bundesliga-Spielen steht beim Flügelspieler in Sachen Tore und Torvorlagen noch die Null. Immerhin zwei Treffer und ein Assists steuerte Bouanani in zehn Einsätzen in der Europa League bei.

Angesichts der Hoffnungen in den feinen Techniker ist es aber ernüchternd, dass Bouanani in der Liga seit Anfang Februar gar nicht mehr zum Einsatz kam.

Das große Glück aus VfB-Sicht ist, dass Bouanani vor allem in Frankreich noch einen guten Ruf genießt und sein geschätzter Marktwert trotz der schwachen Saison von sieben auf zwölf Millionen Euro stieg. Im Sommer wäre demnach ein guter Zeitpunkt, um das Missverständnis schnell zu beenden und dabei noch eine sehr gute Ablöse kassieren zu können.

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