Die letzten anderthalb Wochen waren für Borussia Dortmund überaus erfolgreiche. Gleich drei Verträge konnten die Schwarz-Gelben verlängern: Den von Shootingstar Luca Reggiani, von Kapitän Emre Can und vom stark umworbenen Felix Nmecha. Dazu scheint alles auch auf eine Verlängerung von Nico Schlotterbeck hinauszulaufen.
Vor allem die Verlängerung mit Nmecha und der Coup mit Schlotterbeck sind dabei echte Statements, die allerdings nicht über den Fakt hinwegtäuschen dürfen, dass es im Sommer zu einem zumindest kleinen Umbruch kommen muss. Denn einige Spieler müssen dabei aus unterschiedlichen Gründen unbedingt verkauft werden.
Vorangetrieben werden soll das von Kehl-Nachfolger Ole Book. Mit dem 40-Jährigen als Sportdirektor will der BVB neue, mutigere Wege gehen, wie man bei seiner Vorstellung betonte.
Von diesen 5 Spielern sollte sich der BVB trennen
1. Marcel Sabitzer

Der Transfer von Marcel Sabitzer wurde schon bei seiner Verkündung kritisch gesehen – vor allem, weil der Österreicher Bayern München eigentlich gar nicht verlassen wollte.
In dieser Saison ist der mittlerweile 32-Jährige dazu ins Hintertreffen geraten. Sabitzer sammelte bislang nur etwas mehr als die Hälfte aller Spielminuten in der Bundesliga und kommt in 19 Spielen auf nur drei Scorerpunkte.
Jobe Bellingham, Felix Nmecha und Carney Chukwuemeka haben ihm den Rang abgelaufen. Dazu soll im Sommer noch ein weiterer Mann für die Zentrale kommen. Das alles in Kombination mit dem nur noch bis 2027 laufenden Vertrag sorgt dafür, dass sich die Wege von Sabitzer und dem BVB im Sommer trennen müssen.
2. Ramy Bensebaini

Beim Algerier verhält es sich ähnlich wie bei Sabitzer. Bensebaini ist kein Stammspieler mehr, ihn haben andere Spieler überholt. Zudem wirkte er in den Spielen, in denen er spielen durfte, überhaupt nicht sattelfest und war mehr Unsicherheitsfaktor als Stabilisator.
Den meisten wird hier sofort das Champions-League-Rückspiel gegen Bergamo in den Sinn kommen, wo der 30-Jährige an allen vier Gegentoren beteiligt war.
Und solche Fehler sind beileibe kein Einzelfall. Und da sich für den BVB auch bei Bensebaini in diesem Sommer die letztmalige Möglichkeit auf eine angemessene Ablöse bietet, müssen die Schwarz-Gelben hier Nägel mit Köpfen machen.
3. Karim Adeyemi

So richtig schlau wird man aus Adeyemi nicht. Der 24-Jährige verfügt über großes Potenzial und hat eigentlich das Talent, um zum unumstrittenen Schlüsselspieler der Offensive aufzusteigen – das zeigt er jedoch zu selten.
Zuletzt fand sich Adeyemi deshalb vermehrt auf der Bank wieder. Das schmeckte ihm überhaupt nicht, weshalb aktuell offener denn je ist, ob er seinen Vertrag verlängert oder im Sommer wechseln will.
Angesichts von Adeyemis inkonstanten Leistungen und den ganzen Schlagzeilen, die er abseits vom Platz produziert, wäre es für den BVB daher das Beste, im Sommer eine hohe Ablöse einzunehmen, die man dann in den Kader reinvestieren könnte.
4. Yan Couto

Der Brasilianer war schon als Transferflop abgeschrieben, hat sich in dieser Saison jedoch merklich gesteigert. Dennoch ist Couto noch immer deutlich davon entfernt, ein Stamm- und Unterschiedspieler zu sein.
41 Prozent aller möglichen Minuten sammelte der 23-Jährige in der aktuellen Bundesliga-Saison. Dabei konnte er offensiv streckenweise überzeugen, defensiv ließen seine Leistungen allerdings oft zu wünschen übrig.
Julian Ryerson hat gegenüber Couto oft die Nase vorn, weshalb auch der Brasilianer selbst im Sommer eine Luftveränderung anstreben könnte. Der BVB würde in diesem Fall dank des bis 2030 laufenden Vertrags auch eine hübsche Ablösesumme einstreichen.
5. Almugera Kabar

Dass Kabar im März 2026 noch für den BVB spielt, hätte er vermutlich selbst auch nicht gedacht. Mehrmals stand der Deutsch-Türke schon vor einem Wechsel, so auch im Winter – der Deal mit dem Hamburger SV platzte allerdings in letzter Sekunde.
In Kabars Fall ist das Motto allerdings nur aufgeschoben statt aufgehoben. Der 19-Jährige hat mehrmals deutlich gemacht, dass er wegen mangelnder Aussicht auf Spielpraxis wechseln will.
Da sich an dieser Aussicht auch im Sommer nichts ändern wird, ist es wahrscheinlich, dass sich die Wege trennen werden – vielleicht lockt der FC Brentford den BVB ja wieder mit einer Ablöse von rund 20 Millionen Euro... Wahrscheinlicher ist aber ein verzögerter Wechsel an die Elbe. Der HSV ist weiterhin stark interessiert.
