Für die deutsche Nationalmannschaft steht am Samstag, den 20. Juni, das zweite Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bevor. Nach dem deutlichen 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao steht der Truppe von Bundestrainer Julian Nagelsmann am zweiten Gruppenspieltag der WM 2026 die Elfenbeinküste gegenüber. Das Duell steigt um 22 Uhr deutscher Zeit im BMO Field in Toronto, Kanada.
Während das DFB-Team im ersten Spiel auf einen deutlich unterlegenen Kontrahenten traf, ist gegen Les Éléphants eine engere Partie zu erwarten. Zumindest zeichnet sich dies im folgenden Gegnercheck ab.
Die Elfenbeinküste im Formcheck

Zunächst soll auf die aktuelle Form des nächsten DFB-Gegners geblickt werden. Vor dem Turnierbeginn sorgte die Mannschaft von Coach Emerse Faé insbesondere mit dem 2:1-Sieg gegen die als Top-Favoriten auf den Weltmeistertitel gehandelten Franzosen für Aufsehen.
Im WM-Auftaktspiel gelang den Ivorern ein später 1:0-Sieg gegen Ecuador. Der goldene Torschütze in der letzten Minute der regulären Spielzeit war Amad Diallo (Manchester United).
Aus deutscher Sicht kann man bereits einiges aus der Begegnung der beiden nächsten Gruppengegner ziehen, sowohl positiv, als auch negativ. Auf der einen Seite zeigte die Elfenbeinküste in der Defensive immer wieder Anfälligkeiten und vor allem zu Beginn der Partie Unkonzentriertheiten, die direkt zu gefährlichen Situationen führten.
Auf der anderen Seite ließen die Ivorer ihre Schnelligkeit und Zielstrebigkeit in der Offensive aufblitzen. So fiel das Siegtor durch eine fast schon typische Sequenz, in der Les Éléphants über die Außenbahn mit Tempo am Gegner vorbeigelangen und den Ball dann in die Mitte legen, wo mindestens ein mitgesprinteter Akteur zum Abschluss bereit steht.
Hat die Elfenbeinküste das Rüstzeug um Deutschland zu schlagen?
Um die Frage danach, ob das Team von Emerse Faé das Rüstzeug besitzt, um die deutsche Auswahl zu schlagen, kurz zu beantworten: Ja. Die Ivorer bringen alles mit, um ein unangenehmer Gegner für die Mannschaft von Julian Nagelsmann zu sein.
Vor allem der Tempo-Aspekt könnte eine entscheidende Rolle spielen. Mit Spielern wie dem Siegtorschützen Amad Diallo, Hoffenheims Bazoumana Touré und insbesondere Yan Diomande
(RB Leipzig) verfügen die Ivorer über zahlreiche Akteure mit einer enormen Schnelligkeit und technischer Finesse.
Im Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft waren, vor allem in der ersten Halbzeit, durchaus Lücken in der Rückwärtsbewegung zu erkennen. Anders als Curaçao bringt die Elfenbeinküste deutlich mehr Qualität mit, um diese ausnutzen zu können. Gerade im Hinblick auf die deutsche Rechtsverteidigung könnten klare Tempovorteile gegenüber Joshua Kimmich (FC Bayern München) ausgenutzt werden.
DFB-Team dennoch Favorit

Auch wenn die ivorische Mannschaft eine Gefahr für das DFB-Team darstellen könnte, fällt die Favoritenrolle selbstverständlich und richtigerweise der Mannschaft von Julian Nagelsmann zu. Denn genauso wie die Offensiv-Fähigkeiten der Elfenbeinküste stärker einzuschätzen sind als die von Curaçao, sind die deutschen Möglichkeiten im Angriff deutlich größer als die von Ecuador.
Im Hinblick auf die defensive Anfälligkeit der Ivorer in deren Auftaktspiel bedeutet dies, dass das DFB-Team im Normalfall zu guten Chancen kommen sollte. Mit Akteuren wie Florian Wirtz (FC Liverpool), Jamal Musiala (FC Bayern München), Kai Havertz (FC Arsenal) oder auch Deniz Undav (VfB Stuttgart) sollte es der deutschen Mannschaft, wie bereits Ecuador, gelingen hinter die letzte Reihe der Ivorer zu gelangen.
Die Ausgangslage in Gruppe E
Das Duell zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste könnte sehr wahrscheinlich über den ersten Platz in der Gruppe E entscheiden. Mit einem Sieg wären beide Teams sicher für die K.o.-Phase qualifiziert.
Am dritten und letzten Spieltag geht es für die DFB-Auswahl dann gegen Ecuador und für die Mannschaft von Emerse Faé gegen Curaçao. Da nach dem ersten Auftritt der curaçaoischen Nationalmannschaft damit zu rechnen ist, dass die Elfenbeinküste auch aus diesem Duell siegreich hervogehen kann, sollte das deutsche Team eine Niederlage vermeiden, will man den Gruppensieg holen.
Einfach wird die Aufgabe im kanadischen Toronto für die Mannschaft von Julian Nagelsmann keinesfalls. Dies wird alleine schon deutlich, wenn man bedenkt, dass die Ivorer den zwölfthöchsten Marktwert aller diesjährigen WM-Teilnehmer besitzen (ca. 525 Millionen Euro). Wer sich am Ende in diesem spannenden Duell in Gruppe E durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.
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