Neben Kehl: Ex-Bayern-Vorstand beim HSV im Gespräch
Von Fabian Küpper

Es war ein Paukenschlag, als der Hamburger SV und Stefan Kuntz am Anfang des Jahres getrennte Wege gingen. Offiziell seien familiäre Gründe bei Kuntz der AUsschlag für die Trennung gewesen, mittlerweile sind jedoch weitere Details ans Licht gekommen.
In einem Statement des HSV wurde erklärt, die Trennung sei auf Initiative des Aufsteigers hin erfolgt. Grund sei "schwerwiegendes Fehlverhalten" des 63-Jährigen gewesen, weshalb der Verein eine schnellstmögliche Trennung in die Wege geleitet hatte.
Durch die Trennung von Kuntz wurde natürlich auch die Transferstrategie komplett durcheinander gewirbelt. Schließlich war der 63-Jährige hier stark involviert. Das Hamburger Kontrollgremium möchte sich bei der Neuaufstellung zeitlich allerdings nicht unter Druck setzen. "Wir sind wettbewerbs- und handlungsfähig", sagt Aufsichtsratschef Michael Papenfuß.
Deutlich mehr Verantwortung wird jetzt auf Sportdirektor Claus Costa zukommen. Er war schon während der Kuntz-Zeit für die Transfers verantwortlich, hinterließ in Aufsichtsrats-Sitzungen zuletzt einen überzeugenden Eindruck und hat mit Chefscout Sebastian Dirscherl einen guten Zuarbeiter. Dennoch wird im Hintergrund fleißig nach einem Kuntz-Nachfolger gesucht.
Schwierige Zeit bei Bayern
Aktuell kocht die Personalie Sebastian Kehl hoch, doch es gibt noch weitere Kandidaten. Zu diesen soll laut Sport Bild unter anderem Hassan Salihamidzic gehören. Der ehemalige HSV-Spieler ist seit seiner Entlassung beim FC Bayern 2023 ohne Verein und wäre dementsprechend sofort verfügbar.
Beim FC Bayern hinterließ der 49-Jährige allerdings nicht den besten Eindruck. Er holte reihenweise Transfer-Flops wie zum Beispiel Bouna Sarr oder Marc Roca und stattete sie mit teuren Verträgen aus. Zudem sprengte er durch die teuren Verlängerungen von Serge Gnabry und Leon Goretzka sowie dem 80 Millionen-Transfer von Lucas Hernandez das Gehaltsgefüge des Rekordmeisters nachhaltig.
Offenes Rennen?
Vor diesem Hintergrund sollte sich das HSV-Gremium also sorgsam überlegen, ob man bei Salihamidzic wirklich in die Vollen geht. Heißester Kandidat bleibt allerdings ohnehin BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl.
Sollte der HSV in dieser Causa wirklich ernst machen, würde ihm der BVB keine Steine in den Weg legen, um ihm den Weg in die Vorstandsebene nicht zu verbauen. Intern werde Kehls Arbeit der vergangenen Jahre sehr geschätzt, berichtet Sky.
Es bleibt also spannend, wer am Ende die Nachfolge von Stefan Kuntz antritt. Neben Kehl und Salihamidzic kursieren auch noch Namen wie Jonas Boldt oder Oliver Bierhoff. Das Rennen ist also in vollem Gange.
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