Schaut man Richtung Saisonende bei FotMob auf die Torhüter-Statistiken, taucht vor allem ein überraschender Name aus der unteren Tabellenhälfte weit oben auf: Moritz Nicolas von Borussia Mönchengladbach.
Im Ligavergleich steht der 28-Jährige sowohl bei Spielen ohne Gegentor (zehn) als auch bei der prozentualen Quote gehaltener Bälle (70,1%) auf Rang drei. Bei gehaltenen Bällen pro 90 Minuten liegt er sogar mit solidem Abstand auf Platz eins (4,0). Werte, die nicht nur für Punkte, sondern auch Aufmerksamkeit erzeugen.
Gladbach will Nicolas halten
Entsprechend klar ist die Haltung in der Vereinsführung. Sportchef Rouven Schröder betonte: "Moritz hat einen langfristigen Vertrag bei uns. Jeder weiß, was es ausmacht, eine richtig gute Nummer eins zu haben, die auch noch Potenzial hat. Er wurde in der deutschen Nationalmannschaft gehandelt, das steht dem Klub sehr gut."
Mit dem bis 2029 laufenden Vertrag könnten die Gladbach-Fans also eigentlich aufatmen. Allerdings gibt es einen Haken: eine flexible Ausstiegsklausel, deren Höhe sich nach dem aufnehmenden Klub richtet. Und genau hier wird das Rampenlicht schnell zur Gefahr. Denn mit den Leistungen dieser Saison könnten sich Interessenten finden, die bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen.
Gerüchten zufolge haben englische Klubs bereits über Nicolas nachgedacht. In Kombination aus starken Zahlen, langem Vertrag und dem aktuellen Marktumfeld ist schnell klar, dass bei ernsthaften Anfragen Summen im zweistelligen Millionenbereich im Raum stehen könnten.
Für Gladbach wäre ein Abgang sportlich nur schwer zu verkraften, weil die Abhängigkeit von Nicolas inzwischen spürbar ist. Einen Torhüter mit vergleichbarer Erfahrung und vergleichbarem Output zum Budget des Vereins zu ersetzen, ist auf dem aktuellen Markt alles andere als einfach.
Gerade deshalb dürfte es für die Borussia wichtig werden, das Thema früh zu antizipieren. Wer Interesse zeigt, wie konkret es wird und welche Strategie der Klub wählt, um Nicolas zu halten, könnte in den kommenden Wochen und Monaten zu einer der entscheidenden Fragen werden.
