Spitzenklub interessiert: Verliert der FC Bayern das nächste Toptalent?
Von Franz Krafczyk

Der FC Bayern und Vincent Kompany haben sich im vergangenen Sommer das Ziel gesetzt, mehr Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu fördern. Zwar schlummern am Campus des Rekordmeisters große Talente, doch in der Vergangenheit wechselten sie häufig den Verein, um an einem anderen Ort den Durchbruch zu schaffen. Exemplarisch hierfür stehen Kenan Yildiz und Angelo Stiller, die in München nie das Vertrauen geschenkt bekamen, das sie benötigten, und heute bei anderen Klubs zu den größten Stars zählen.
Hier könnte sich schon bald Ljubo Puljic einreihen. Der Innenverteidiger wechselte im Sommer 2023 im Alter von 16 Jahren aus Kroatien zu den Bayern. Seit Saisonbeginn durfte sich der Kroate immerhin fünfmal in der viertklassigen Reservemannschaft beweisen, für die Profis stand Puljic aber noch nicht im Kader.
Seine positive Entwicklung könnte daher schon bald im Ausland weitergehen: Wie Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, ist die AC Mailand an Puljic interessiert. Die Rossoneri seien dabei einer von mehreren Klubs, die den 18-Jährigen auf dem Zettel haben.
Vertrag läuft aus: Puljic in München ohne Perspektive?
Milan soll bereits Gespräche über einen möglichen Transfer des kroatischen U19-Nationalspielers aufgenommen haben. Was den Bayern-Fans in dem Zusammenhang Sorgen bereiten darf, ist die Vertragssituation des jungen Talents: Das Arbeitspapier von Puljic läuft bereits im Sommer aus, eine Verlängerung scheint derzeit immer unwahrscheinlicher zu werden.
Klar ist allerdings auch, dass es Puljic bei den Profis auch in Zukunft aufgrund des großen Konkurrenzkampfs sehr schwer haben würde. Sollte Dayot Upamecano seinen Vertrag verlängern, so würde das Abwehrduo mit Jonathan Tah für die kommenden Jahre feststehen. Zudem lauern hinter den beiden Stamm-Innenverteidigern noch weitere gestandene Profis wie Min-jae Kim, Hiroki Ito oder Josip Stanisic.
Sollte Puljic beim FC Bayern bleiben wollen, wo muss er sich wohl darauf einstellen, auch in Zukunft weiter für die zweite Mannschaft auflaufen zu müssen.
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