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Spionage-Skandal in England: Warum der 1. FC Nürnberg Millionen verliert

Der Ausschluss des FC Southampton von den Aufstiegs-Playoffs zur Premier League hat auch Folgen für den 1. FC Nürnberg.
Caspar Jander wechselte im letzten Sommer von Nürnberg nach Southampton
Caspar Jander wechselte im letzten Sommer von Nürnberg nach Southampton | Matt Watson/GettyImages

Es war ein Paukenschlag am späten Dienstagabend: Der FC Southampton wird von den Aufstiegs-Playoffs zur Premier League ausgeschlossen. Der Grund war das mehrfache Ausspionieren von Gegnern. Zudem werden dem Klub in der neuen Saison vier Punkte abgezogen.

Ein Mitarbeiter Southamptons war dabei erwischt worden, wie er vor dem Play-off-Halbfinale gegen den FC Middlesbrough die Trainingseinheit filmte und Fotos von Taktikplänen machte. Dabei übertrug er das Training wohl per Livestream an andere Mitarbeiter.

Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regularien der EFL, in denen es heißt: "Kein Verein darf in den 72 Stunden vor einem Spiel direkt oder indirekt das Training eines anderen Vereins beobachten (oder versuchen zu beobachten)."

Southampton gewann das Spiel übrigens 2:1, der Sieg ist jedoch nichts mehr wert. Doch die Saints sind nicht der einzige Verein, der die Folgen des "Spy-Gates" zu spüren bekommt. Auch der 1. FC Nürnberg ist betroffen.

Kein Bonus für den Club

Denn der Zweitligist verkaufte im letzten Sommer Caspar Jander an die Südküste Englands – und hätte im Falle eines Aufstiegs von Southampton einen Nachschlag von rund einer Millionen Euro kassiert. Dies muss sich Nürnberg jetzt allerdings abschminken. Da die Saints im Finale gegen Hull City standen, war die Aussicht auf die Finanzspritze zudem ziemlich gut.

Und auch für Southampton selbst ist der Ausschluss auch in Hinblick auf einen möglichen Jander-Wechsel bitter. Denn der 23-Jährige liebäugelt mit einem Transfer zurück nach Deutschland oder in die Premier League. Ohne den Aufstieg ist Southamptons Verhandlungsposition deutlich schlechter, weshalb auch die Ablöse am Ende geringer ausfallen könnte.


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