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Spieleraufstand: Ex-BVB-Trainer Bosz mit brisanten Enthüllungen

Peter Bosz war von Juli bis Dezember 2017 Trainer des BVB. Der jetzige Coach der PSV Eindhoven deckte neun Jahren später eine Dortmunder Spielerrevolte gegen ihn auf.
VonTim Pflieger
Peter Bosz ist beim BVB gescheitert.
Peter Bosz ist beim BVB gescheitert. | DeFodi Images/GettyImages

Während seiner Zeit bei Borussia Dortmund wurde Bosz vor allem für seinen riskanten Ansatz kritisiert, der auch schnell mit vielen Gegentoren bestraft werden kann. Doch sein Start beim BVB verlief erstmal astrein.

"Wir haben die ersten fünf Ligaspiele gewonnen. Wir standen an der Tabellenspitze und hatten fünf Punkte Vorsprung auf Bayern München", erinnerte sich Bosz beim niederländischen Rundfunk-Sender Omroep Brabant zurück und erzählte dann vom Kipppunkt: "In der Champions League mussten wir zu Hause gegen Real Madrid spielen, und wir haben dieses Spiel 1:3 verloren."

Ein Ergebnis, das eigentlich halb so schlimm ist, wenn man sich die damalige Stärke der Königlichen vor Augen hält. Doch die Partie hinterließ innerhalb der Mannschaft offensichtlich Zweifel am offensiven Bosz-Fußball.

"Dann setzte sich der Innenverteidiger Sokratis Papastathopoulos mit dem Torwart und dem defensiven Mittelfeldspieler zusammen. Sie sagten: 'Der Trainer ist völlig verrückt. Wir spielen viel zu offensiv. Seht nur: Wir haben drei Gegentore kassiert.' Das hat dazu geführt, dass die Mannschaft auseinander fiel", enthüllte der niederländische Coach. Welche zwei weiteren Ex-BVB-Profis gemeint sind, führte er nicht weiter aus.

Was Bosz im Nachhinein bereut

Ob wegen der internen Unruhen aus dem Spielerlager oder aus einem anderen Grund: Der BVB holte nach dem Real-Spiel unter Bosz tatsächlich nur noch zwei Siege aus 14 Partien. Währenddessen kassierten sie unter anderem eine 2:4-Niederlage bei Hannover 96 und trennten sich in der Champions League mit 1:1 von APOEL Nikosia.

Zurückblickend wäre Bosz die Situation in Dortmund offenbar anders angegangen. "Ich hätte eingreifen müssen. Ich hätte kein Gespräch mit ihnen anfangen sollen, aber ich hätte sie sofort rausschmeißen müssen", so der 62-Jährige: "Ich kann keine Streitereien provozieren, aber im Nachhinein betrachtet hätte ich es tun sollen."


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