Pierre-Emerick Aubameyang wechselt mit sofortiger Wirkung vom französischen Erstligisten Olympique Marseille zum spanischen La-Liga-Aufsteiger Deportivo A Coruña. Der gabunische Top-Stürmer unterzeichnete beim galicischen Traditionsverein einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2028. Sollte er diesen Kontrakt erfüllen, wird der Angreifer bei seinem Vertragsende stolze 39 Jahre alt sein.
Bemerkenswert ist das finanzielle Gesamtpaket: Die Spanier überweisen eine Ablösesumme von rund 1,5 Millionen Euro nach Frankreich. In der Historie des Fußballs wurde für einen Feldspieler, der mindestens 37 Jahre alt ist, noch nie so viel Geld bezahlt – Aubameyang avanciert damit zum teuersten Ü37-Feldspieler der Geschichte.
In Dortmund reifte der Paradiesvogel zum Weltstar
Dass A Coruña trotz des fortgeschrittenen Alters des Angreifers so tief in die Tasche greift, liegt an der Vita des Profis, der seine sportlich stärkste und prägendste Zeit in der Bundesliga erlebte. Zwischen 2013 und 2018 ging Aubameyang für Borussia Dortmund auf Torejagd und reifte im Westfalenstadion zu einem der gefährlichsten Knipser Europas. In Schwarz-Gelb feierte der pfeilschnelle Stürmer seine größten Erfolge, als er etwa 2015 als erster und einziger Borusse zu Afrikas Fußballer des Jahres gekürt wurde. Zwei Jahre später krönte er sich in einem packenden Duell gegen Robert Lewandowski mit sensationellen 31 Treffern zum Bundesliga-Torschützenkönig und schoss den BVB kurz darauf mit seinem entscheidenden Elfmetertor gegen Eintracht Frankfurt zum DFB-Pokalsieg 2017.

Für die BVB-Anhänger bleibt der Stürmer jedoch nicht nur wegen seiner 141 Tore in 213 Pflichtspielen unvergessen, sondern auch wegen seines Rufs als extrovertierter Paradiesvogel. Legendär sind seine Masken-Jubel im Revierderby gegen den FC Schalke 04 – allen voran der Auftritt als Batman an der Seite seines kongenialen Sturmpartners Marco Reus im Jahr 2015.
Trotz des unschönen Abschieds im Winter 2018, als er nach mehreren Disziplinlosigkeiten seinen 64-Millionen-Euro-Wechsel zum FC Arsenal erstreikte, bleibt Dortmund statistisch die wichtigste Station seiner Karriere. Nirgendwo sonst absolvierte er mehr Spiele oder schoss mehr Tore.
Torgarantie auch im hohen Alter
Nach darauffolgenden Stationen beim FC Barcelona und dem FC Chelsea bewies Aubameyang zuletzt in Marseille, dass sein Torinstinkt unter dem Alter kaum leidet. In der abgelaufenen Saison verbuchte er für Olympique noch immer starke 15 Scorerpunkte in 30 Ligaspielen sowie drei Treffer in der Champions League.
Nach einem vieldiskutierten Kabinen-Eklat im Mai 2026, bei dem er ein Teammitglied unerlaubt mit einem Feuerlöscher besprühte, stimmte Marseille einem Verkauf letztlich zu. Bei Deportivo A Coruña soll er nun mit seiner immensen Erfahrung und Führungsstärke den Klassenerhalt in La Liga sichern.
Weitere BVB-News lesen:
