Während der BVB unter Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl häufig erst spät im Sommer auf dem Transfermarkt auf Touren kam, scheint sein Nachfolger Ole Book grundsätzlich daran interessiert zu sein, den Kader schon frühzeitig beisammen zu haben.
Mit Joane Gadou wurde in dieser Woche ein großer Deal für die kommende Saison festgezurrt; er ist nach Kaua Prates und Justin Lerma, die aus Südamerika zum BVB stoßen werden, der dritte Neuzugang der Schwarzgelben. Anders als Prates und Lerma soll der Franzose aber direkt weiterhelfen: "Die Idee ist, dass er uns sofort helfen kann", bestätigte Book in einer Medienrunde. "Natürlich ist er erst 19 Jahre alt und kommt in eine neue Liga zu einem größeren Klub. Deshalb geben wir ihm die nötige Zeit, aber mit dem Gedanken, dass er diese Zeit mit Spielpraxis nutzen kann."
Book bestätigt: BVB will Eichhorn
Einer, der in eine ähnliche Kategorie wie Gadou fällt - jung, aber eine mögliche Soforthilfe -, ist Kennet Eichhorn. Das Juwel von Hertha BSC wird von nationalen und internationalen Top-Klubs gejagt.
Book machte keinen Hehl daraus, dass er Eichhorn gerne verpflichten würde: "Ich finde schon, dass Kennet eine gewisse Kreativität hat. Wir kennen ihn gut, wir mögen ihn auch. Wie vermutlich viele andere Vereine mögen wir den Spieler. Alles andere wird man sehen." Relativ klare Worte des Sportdirektors. Schon zuvor hatte Niko Kovac öffentlich vom Youngster geschwärmt.
Guirassy soll bleiben
Dazu bezog Book auch Stellung zur Personalie Serhou Guirassy. Der Torjäger hat in seiner zweiten Saison in Dortmund etwas nachgelassen, machte bisweilen einen ziemlich lustlosen Eindruck. Passend dazu mehren sich die Berichte, dass Guirassy den BVB im Sommer gerne verlassen möchte.
"Ich rede sehr gerne mit ihm und ich habe das Gefühl, dass er grundsätzlich große Lust auf Borussia Dortmund hat. Und dass er uns helfen kann, sehen wir Woche für Woche. Das sehen wir auch in der Statistik mit seinen Toren, da ist er sehr wichtig. Also es ist nicht unser Plan, dass wir ihn abgeben wollen", stellte Book klar.
Gleichzeitig ließ sich der Sportdirektor eine Hintertür offen: "Dennoch gilt auch bei ihm: Wenn unglaubliche Angebote reinkommen, dann wird man auch darüber nachdenken."
Sollte ein internationaler Top-Klub zuschlagen wollen, wären dem BVB sowieso die Hände gebunden, da Guirassy für ausgewählte Vereine eine Ausstiegsklausel besitzen soll. Bei anderen Interessenten, beispielsweise aus Saudi-Arabien, hätten die Schwarzgelben aber das Heft des Handelns in der Hand. Ebenso bei zuletzt mit dem Torjäger in Verbindung gebrachten Trio Tottenham, Milan und Fenerbahce.
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