Spannende Aussage: Kündigt Hoeneß hier VfB-Abgänge an?

Der VfB Stuttgart hat im Winter auf dem Transfermarkt zugeschlagen und seine Offensive punktuell verstärkt. Gleichzeitig macht Trainer Sebastian Hoeneß deutlich, dass der Kader nicht beliebig wachsen soll.
Sebastian Hoeneß will einen sinnvollen Kader
Sebastian Hoeneß will einen sinnvollen Kader / picture alliance/GettyImages
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Nach einer bislang überzeugenden Saison auf mehreren Wettbewerbs-Ebenen war beim VfB Stuttgart klar, dass im Angriff noch einmal reagiert werden könnte. Zwar befinden sich die Schwaben in der Bundesliga auf Europa-Kurs und auch in der Europa League und im DFB-Pokal ist die Ausgangslage vielversprechend, dennoch blieb der Abgang von Nick Woltemade im Sommer lange ein Thema. Nun folgt im Januar die sportliche Antwort.

Arévalo kommt aus Spanien

Mit Jeremy Arévalo schließt sich dem VfB ein junger Stürmer aus Spanien an. Für die Aktivierung der Ausstiegsklausel vom spanischen Zweitligisten Racing Santander muss der Klub sieben Millionen Euro zahlen.

Mit der Investition hat sich der Verein nicht nur eine spannende Option für die Zukunft gesichert, sondern zugleich auch für zusätzliche Tiefe im Kader gesorgt. Gerade mit Blick auf mögliche Ausfälle in der zweiten Saisonhälfte ist das ein wichtiger Faktor, zumal das ecuadorianische Talent zuletzt mit starken Ansätzen und einer beachtlichen Quote von acht Treffern in 874 Spielminuten auf sich aufmerksam gemacht hat.

Hoeneß ordnet den Transfer ein

Trainer Sebastian Hoeneß machte laut Bild-Reporter Felix Arnold deutlich, dass der Transfer als gezielte Ergänzung zu verstehen ist: "Wir sind von der Quantität her gut aufgestellt und müssen eher versuchen, den Kader etwas schlanker zu bekommen", erklärte Hoeneß. Zudem betonte er: "Jeremy bringt gute Qualitäten mit. Wir sind froh, dass er da ist."

Damit unterstreicht der Coach, dass Arévalo nicht als sofortige Lösung für alle Probleme eingeplant ist, sondern als zusätzliche Option in einem bereits breit besetzten Offensivbereich. Auffällig ist dabei vor allem der Hinweis auf eine mögliche Verschlankung des Kaders. Aktuell verfügt der VfB über mehrere Spieler, die im Sturmzentrum oder in angrenzenden Rollen eingesetzt werden können.

Ob diese Aussagen bereits auf Abgänge oder Leihen im Winter hindeuten oder erst im Sommer relevant werden, bleibt offen. Klar ist jedoch: Ein größerer Umbruch in der ersten Offensivreihe ist nach aktuellem Stand nicht zu erwarten.

Absicherung für eine sensible Position

Auch ohne Woltemade verfügt Stuttgart weiterhin über starke Lösungen im Sturmzentrum. Deniz Undav ist nach seiner Knieverletzung wieder voll einsatzfähig und Ermedin Demirović arbeitet weiterhin an seinem Comeback nach längerer Pause. Gerade die zuletzt wiederkehrenden Ausfälle machten jedoch deutlich, wie anfällig diese Position sein kann.

Mit Arévalo sorgt der VfB für mehr Tiefe im Angriff, ohne dabei die bestehende Kaderstruktur aufzublähen. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich die Schwaben bewusst aus anderen Stürmer-Pokern zurückgezogen haben.

Der Ansatz ist klar: Statt zahlreiche Talente zu verpflichten und auf einen Treffer zu hoffen, setzt man auf gezielte Entscheidungen. Wenige, ausgewählte Spieler sollen entwickelt werden, um der Mannschaft sportlich zu helfen und perspektivisch auch wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen.


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