Sorgen um Gladbach werden immer größer: Das hält Polanski von der vielen Kritik
Von Leonard Schmidt

Nachdem Borussia Mönchengladbach den katastrophalen Saisonstart einigermaßen eingefangen hatte, machten sich zuletzt wieder mehr und mehr Sorgen rund um den Verein breit.
In den vergangenen sechs Spielen konnte die Mannschaft keinen Sieg einfahren. Neben dem besorgniserregenden Trend macht sich auch die Nähe zu den Abstiegsplätzen immer deutlicher bemerkbar. Nur drei Punkte Puffer auf den Relegationsplatz schützen die Gladbacher aktuell vor dem gefürchteten Tabellenkeller.
Die anstehenden Partien sorgen dabei kaum für Euphorie. Neben Freiburg und den Bayern warten im Saisonendspurt noch RB Leipzig, Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim. Aber auch vermeintlich kleinere Gegner wie Union Berlin wirken derzeit wie eine echte Herausforderung.
So steht Eugen Polanski zu dem Formtief
Mit Blick auf den drohenden Tabellenkeller kann man zumindest festhalten, dass es im Verein und bei Trainer Eugen Polanski keinesfalls an Engagement fehlt. Zuletzt zitierte ihn die Rheinische Post: "Es ist mein Verein und dementsprechend arbeite ich mit Herzblut."
Dennoch muss man klar bemängeln, dass es den Gladbachern phasenweise an offensiven Ideen mangelt. In der aktuellen Sieglosserie von sechs Spielen gelang der Mannschaft nur drei Mal ein Torerfolg. Das ist neben den ausbleibenden Ergebnissen einer der Gründe, warum die Kritik im eigenen Fanlager immer lauter wird.
Polanski erklärte dazu: "Die sportliche Situation gibt genau das her, da muss man realistisch sein. Es ist natürlich schöner, wenn positiver geredet wird." Dennoch betonte er: "Wichtig ist, dass wir uns von unserem Weg nicht abbringen lassen, dass wir Dinge, die positiv sind, auch positiv sehen. Trotzdem sprechen wir Dinge, die kritisch zu hinterfragen sind, an."
Rutscht Gladbach weiter ab?
Am Ende muss man in Gladbach festhalten, dass die Kritik der Fans nicht nur berechtigt, sondern auch notwendig ist. Es sind nicht nur Spieler und Verantwortliche, die auf bessere Zeiten hoffen, sondern auch unzählige Anhänger. Auch deshalb bleibt der Trainer ein Befürworter der Kritik: "Es nützt nichts, wenn du jedes Mal nur gestreichelt wirst, aber auch nicht, wenn nur draufgehauen wird. Du solltest aber nicht kritikresistent sein und etwas annehmen können, definitiv."
Nun bleibt abzuwarten, wie sich Gladbach den kommenden Herausforderungen stellt. Mit Blick auf die Qualität und den Willen der Mannschaft kann man zumindest hoffen, dass die Fohlen bis zum Saisonende den einen oder anderen Gegner in der Tabelle noch hinter sich lassen werden.
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