In Spiel zwei unter Kwasniok-Nachfolger René Wagner gelang dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag ein Befreiungsschlag. Der 3:1-Heimsieg im direkten Abstiegs-Duell gegen Werder Bremen war nicht nur der erste Dreier nach zuvor acht sieglosen Spielen in Serie. In der Tabelle macht der Effzeh damit auch einen enormen Schritt in Richtung direkter Klassenerhalt.
Der Vorsprung auf den 16. FC St. Pauli ist auf fünf Zähler gewachsen. Werder Bremen und Erzrivale Gladbach wurden überholt. Die Geißböcke gehen als Tabellen-13. in die letzten fünf Spiele der Saison.
El Mala betont Vertrauen von Wagner
"Mit der Unterstützung des Trainers macht es das einfach leichter."Said El Mala
Werden es die letzten fünf von Said El Mala im Trikot des 1. FC Köln? Der Jungstar hatte sein Team am Sonntag per Elfmeter mit 1:0 in Führung gebracht. Es war bereits das elfte Saisontor des 19-Jährigen. Damit knackte El Mala auch die Marke von Lukas Podolski in dessen erster Bundesliga-Saison (zehn Tore 2003/04). "Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball hingelegt und geschossen. Es war auch Druck, aber ich hatte Bock, mal wieder ein Tor zu schießen", so El Mala nach dem Spiel.
"Das gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind als Team extrem zusammengewachsen in den vergangenen Tagen, das spürt das ganze Stadion", meinte der 19-Jährige weiter. Zu Kwasniok wurde El Mala kein besonders inniges Verhältnis nachgesagt. Mit Wagner scheint das ganz anders zu sein: "Ich spüre das Vertrauen, habe einen offenen Austausch mit René. Wir quatschen, wenn etwas nicht passt, aber wir quatschen auch, wenn etwas wichtig ist. Ich spüre das Vertrauen extrem, ruhe mich aber nicht darauf aus. Mit der Unterstützung des Trainers macht es das einfach leichter."
"Kann ich nicht sagen" - El Mala über offene Zukunft
"Ich habe noch fünf Spiele zu gehen und da gebe ich alles."Said El Mala
Die hartnäckigen Spekulationen um einen Sommer-Wechsel sind seit Sonntag derweil nicht leiser geworden. Vor allem Klubs aus der Premier League sollen heiß auf El Mala sein. Während die Kölner wohl 40 bis 50 Millionen Euro Ablöse verlangen, ließ der Shootingstar seine Zukunft nach dem Sieg betont offen.
"Die Lust ist extrem groß. Ich fühle mich wohl", meinte El Mala zwar zunächst. Ergänzte dann aber: "Was passiert kann ich nicht sagen. Aber ich habe noch fünf Spiele zu gehen und da gebe ich alles."
Klingt eher danach, als sei nach den nächsten fünf Partien Schluss in Köln. El Mala scheint den nächsten großen Karriereschritt gehen zu wollen. Die Geißböcke würden verlieren zwar einen Unterschiedsspieler verlieren, könnten mit den satten Einnahmen aber die Mannschaft deutlich besser weiterentwickeln.
Das dürfte auch der Grund sein, weshalb Sportchef Thomas Kessler dem 19-Jährigen im Sommer trotz Vertrag bis 2030 (ohne Ausstiegsklausel) keine Steine in den Weg legen würde. Vorausgesetzt natürlich, es kommt ein passendes Ablöse-Angebot.
