In dieser Saison ist Karim Coulibaly für Werder Bremen zum wichtigen Stammspieler geworden. Diese Entwicklung ist keineswegs selbstverständlich, feiert der Innenverteidiger in wenigen Wochen erst seinen 19. Geburtstag. Als umso wertvoller wird er schon jetzt erachtet, sowohl in sportlicher, wie potenziell auch in finanzieller Hinsicht.
Für den nahenden Transfer-Sommer erhofft man sich an der Weser im Falle eines Coulibaly-Wechsels einen regelrechten Geldregen. Rund 30 Millionen Euro stehen als grobe Zielsetzung im Raum. Mit dieser Summe würde der Abwehr-Youngster direkt zum Rekordverkauf des Klubs aufsteigen und damit Diego ablösen, der im Sommer 2009 für etwa 27 Millionen Euro zu Juventus Turin wechselte.
Eines ist aber schon jetzt klar: Unabhängig davon, wie hoch die Ablösesumme für Coulibaly schlussendlich ausfallen sollte, wird auch der Hamburger SV mitkassieren. Zwischen 2018 und 2024, als er aus der HSV-U19 in die Bremen-U19 wechselte, spielte er für die Jugendteams des an der Weser nicht ganz so beliebten Nordklubs auf.
HSV würde durch Ausbildungsjahre am Coulibaly-Transfer mitverdienen
Wie die Sport Bild berichtet, musste Werder schon jetzt erste 70.000 Euro an den HSV zahlen. Diese Summe ergab sich als Ausbildungsentschädigung, die mit der sogenannten Erstregistrierung als Berufsspieler fällig wird. Durch den Solidaritätsbeitrag, bei dem Jahre in der fußballerischen Ausbildung angerechnet werden, würden die Hamburger aber noch weitere Zahlungen zustehen.
Sechs Ausbildungsjahre entfallen auf den HSV. Umgerechnet würde das bei einer Ablösesumme von 30 Millionen Euro dann etwa 600.000 Euro entsprechen (via Bild). Diese Summe müsste von der Ablöse abgezwackt und an den Liga-Konkurrenten überwiesen werden. Das ist zwar kein finanzieller Quantensprung, doch eine solch mittlere sechsstellige Summe hilft immer weiter.
Zunächst wird aber natürlich abzuwarten sein, wie groß und konkret das Interesse an Coulibaly im Sommer tatsächlich ist. Positiv: Durch den noch bis 2029 gültigen Vertrag steht Werder kaum unter Verkaufsdruck, wenngleich die Einnahmen im Sinne der Kader-Umstrukturierung natürlich helfen würden. Das Portal transfermarkt schätzt seinen aktuellen Marktwert auf 22 Millionen Euro.
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