Es ist Crunchtime bei der Weltmeisterschaft 2026! Am Dienstag und Mittwoch warten die beiden Halbfinalspiele auf uns und mit Frankreich, Argentinien, Spanien und England sind die vier Teams vertreten, die vor Turnierbeginn auch die größten Favoriten auf den WM-Titel waren.
Von den vier Halbfinalisten muss man die Franzosen aber noch ein Stückchen abheben, denn was die Equipe Tricolore bei der bisherigen WM gezeigt hat, ist schlichtweg beeindruckend. Solch ein Star-Ensemble zu moderieren, ist nicht immer einfach, doch Didier Deschamps schafft es auf überragende Art und Weise, dass sich jeder Star in den Dienst des Teams stellt – auch Kylian Mbappe.
Matthäus schwärmt von Mbappe und Deschamps
"Am Beispiel von Frankreichs Superstar Kylian Mbappe sieht man, was ein Trainer aus einem Spieler machen kann. Unter Didier Deschamps ist Mbappe zu einem Leader geworden. Er nimmt die Mannschaft mit und führt sie an, auf und neben dem Platz. Er macht auch mal zwei Schritte mit nach hinten und er gibt gute Interviews", schwärmte TV-Experte Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne.
Frankreichs Nationalcoach habe "alles im Griff, auch die Rollen von Ousmane Dembele und Michael Olise", führte Matthäus aus. "Mbappe, Dembele und Olise unter einen Hut zu bringen, ist eigentlich keine Kunst, sondern eine Sache der Kommunikation."
Für Matthäus ist Frankreich daher auch im Halbfinale gegen Spanien der Favorit, zumal La Furia Roja "bei der WM nicht die überzeugenden Leistungen wie bei der EURO 24" gezeigt habe. "Die Spanier haben ihren Spielstil geändert, sind nicht mehr so dominant. Wenn sie den Druck der Franzosen spüren, bin ich gespannt, ob die gut organisierte Defensive die Qualität hat, um der besten Offensive der WM standzuhalten", so Matthäus.
Sein Tipp lautet, dass Frankreich die Spanier mit 2:1 schlägt.
England gegen Argentinien auf Augenhöhe
Im anderen Halbfinale trifft England auf Argentinien. Beide Nationen konnten sich im Viertelfinale jeweils erst mühsam in der Verlängerung durchsetzen.
"Wenn Thomas Tuchel mit England gegen Norwegen ausgeschieden wäre, stünde sein Name wahrscheinlich auf der Liste der Trainer, die nach der WM ihren Hut nehmen müssen", meinte Matthäus, "aber der Erfolg gibt ihm recht. Englands Unterschiedsspieler funktionieren, allen voran Jude Bellingham und Harry Kane sowie Declan Rice, der für defensive Stabilität sorgt. Alle drei funktionieren, aber die Mannschaft hat bisher nicht so überragt wie die Franzosen, die es offensiv und defensiv am besten gemacht haben."
Sowohl England als auch Argentinien hatten bei dieser WM schon so ihre liebe Müh und Not; die Gauchos standen beispielsweise gegen Ägypten vor dem Aus und lagen mit 0:2 zurück, ehe sie in den Schlussminuten eine irre Aufholjagd starteten und das Spiel drehten. "Diese Mentalität, die Qualität von Spielern wie Lionel Messi und die Unterstützung der Fans sind die Faktoren für Argentiniens Erfolg", betonte Matthäus. "Die Begeisterung schwappt vom Platz auf die Tribüne und zurück. So eine Begeisterung gab es in Deutschland während der EM 2024, aber nicht bei den drei letzten WM-Turnieren."
Bei diesem Duell tippt Matthäus auf ein Elfmeterschießen, das Argentinien schlussendlich 6:5 für sich entscheidet.
Mehr News zur WM 2026 lesen:
