So steht Niemeyer zum vorzeitigen Werder-Aus von Boniface
Von Leonard Schmidt

Unglücklicher hätte der Leih-Aufenthalt von Victor Boniface kaum verlaufen können. Anhaltende Knieprobleme haben dafür gesorgt, dass ein weiterer Einsatz für Werder Bremen ausgeschlossen ist.
Am 8. Januar wird sich der 25-Jährige laut der Bild bei Kniespezialist Dr. Christian Fink in Innsbruck untersuchen lassen, doch unabhängig vom Ergebnis steht die sportliche Entscheidung wohl bereits fest: Boniface wird kein weiteres Pflichtspiel mehr für die Grün-Weißen bestreiten.
Boniface-Aus setzt Kettenreaktion in Gang
Damit ist auch das Ziel der Leihe endgültig verfehlt. Werder hatte darauf gehofft, dass Boniface nach schwierigen Monaten wieder zu alter Stärke findet. Stattdessen blieb er dauerhaft angeschlagen. In elf Bundesliga-Einsätzen gelangen ihm kein Treffer und nur zwei Vorlagen. Für einen Spieler, der einst einen Marktwert von 45 Millionen Euro hatte, ist das ein bitterer Verlauf.
Im Klub wird offen eingeräumt, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden. "Wir haben das als Chance gesehen, aber bei einer Chance ist natürlich auch ein gewisses Risiko dabei. Wir haben uns alle mehr erhofft von dieser Leihe", erklärte der Leiter für Profifußball Peter Niemeyer. Die gesundheitliche Situation habe diese Hoffnung jedoch zunichtegemacht.
Operation oder Risiko – beides ohne Werder-Perspektive
Ob Boniface sich operieren lässt oder nicht, ändert nichts an der Entscheidung. Sollte er sich für den Eingriff entscheiden, wäre die Saison ohnehin beendet und eine Rückkehr zu Bayer Leverkusen die logische Folge. Doch selbst ohne OP wird Werder kein Risiko eingehen. Die Gefahr einer erneuten, möglicherweise karrierebedrohenden Verletzung ist zu groß.
Werder sucht "mit Hochdruck" einen neuen Neuner
Die Konsequenz ist eindeutig. Im Angriff klafft eine Lücke, die schnell geschlossen werden muss. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir es schnellstmöglich durchbekommen", bestätigte Niemeyer. Der Druck sei intern deutlich spürbar.
Denn nach dem Aus von Boniface verfügt Werder mit Keke Topp nur noch über einen klassischen Mittelstürmer im Kader, auch er konnte bislang nicht die erhoffte Torgefahr entwickeln. Zwar wird intern bereits über mögliche Lösungen gesprochen, nach außen hält sich der Klub mit konkreten Namen jedoch noch zurück. Klar ist nur: Das Winter-Transferfenster ist für Werder keine Option, sondern eine zwingende Aufgabe, die maßgeblich über den Verlauf der Rückrunde entscheiden dürfte.
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