So sieht Emre Can seine Zukunft beim BVB
Von Leonard Schmidt

Emre Can gehört seit Jahren zu den prägenden Figuren bei Borussia Dortmund. Nun hat der Kapitän offen darüber gesprochen, wie er seine Rolle sieht und wie er mit der offenen Vertragssituation umgeht.
Der 31-Jährige steht beim BVB bei deutlich über 200 Pflichtspielen und ist nicht nur sportlich, sondern auch als Führungsspieler fest eingeplant. Im Gespräch mit Sky Sport machte Can deutlich, dass ihn die derzeitige Lage nicht nervös macht. Sein Vertrag läuft aus, doch für ihn ist das kein Grund zur Unruhe: "Es wird sich entscheiden. Ich glaube, wir haben sehr viel Vertrauen zueinander. Der Verein hat extrem viel Vertrauen in mich und ich habe extrem viel Vertrauen in den Verein."
Positive Gespräche hinter den Kulissen
Nach Informationen von Sky laufen aktuell aussichtsreiche Gespräche zwischen Borussia Dortmund und dem Spieler. Auch Can selbst rechnet aktuell fest mit einer Zukunft in Schwarz-Gelb: "Ich bin sehr glücklich hier. Ich hatte auch schwierige Zeiten, aber der Verein stand immer hinter mir. Deswegen glaube ich, Stand heute, dass ich auch nächstes Jahr hier beim BVB Fußball spielen werde."
Gleichzeitig bleibt der Kapitän realistisch und schränkt ein: "Aber im Fußball sollte man niemals etwas festlegen. Man wird sehen."
Sportlich verlief die Hinrunde für Can nicht reibungslos. Lange Zeit musst er wegen Adduktorenprobleme aussetzen, weshalb er bislang nur auf 359 Bundesliga-Minuten kommt. Dennoch sammelte er Argumente in eigener Sache. Vor allem die Auftritte im DFB-Pokal gegen Leverkusen (0:1) sowie zuletzt in der Liga gegen Gladbach (2:0) dürften intern positiv bewertet worden sein. In beiden Duellen gehörte Can zum stärkeren Teil der Mannschaft.
Can widerspricht der öffentlichen Kritik
Auch die teils harsche Bewertung der Dortmunder Saison sieht der Kapitän differenzierter. "Ich muss sagen, dass das letzte Jahr gar nicht so schlecht war, wie es von außen manchmal gesehen wird", erklärte Can. Er verwies darauf, dass der BVB aktuell Tabellenzweiter ist und in der Champions League weiterhin alle Möglichkeiten besitzt: "Wir haben noch alles selbst in der Hand. Nur leider sind wir im Pokal raus – da wollten wir weit kommen. Es war aber ein gutes Jahr."
Für die Rückrunde formuliert Can dennoch klare Ansprüche. Die Mannschaft müsse stabil bleiben und konstant liefern. Mit anstehenden Aufgaben gegen Gegner wie Frankfurt, Tottenham oder Inter Mailand bieten sich genug Möglichkeiten, um die eigenen Ziele mit Leistung zu untermauern.
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