Einen großen Teil des Budgets, das Borussia Mönchengladbach im letzten Sommer zur Verfügung hatte, hatte Ex-Sportchef Roland Virkus in die Verpflichtung von Shuto Machino gesteckt. Satte acht Millionen Euro gingen an Holstein Kiel. Eine irre Ablöse – und eine, die der Japaner in seinem ersten Jahr nicht einmal annähernd rechtfertigen konnte.
In der Bundesliga traf Machino lediglich dreimal für Borussia, letztmals Mitte Januar. Natürlich hatte man sich am Niederrhein viel mehr von ihm erhofft, so dass er als Konsequenz auch das WM-Ticket im japanischen Kader verpasste.
Schröder von Machinos Qualität überzeugt
Trotzdem gibt man Machino noch nicht auf! "Shuto hat Riesen-Qualität, er weiß vielleicht manchmal selbst nicht, wie gut er ist", erklärte Sportchef Rouven Schröder der Bild. "In Kiel war er natürlich der Hero, hat immer gespielt, in Gladbach hat er eine andere Konkurrenz. Aber ist japanischer Nationalspieler, da heißt es jetzt ganz einfach: Brust raus und zeig, was du kannst!"
Eugen Polanski ergänzte, dass Machino im vergangenen Sommer "spät zu uns gekommen" sei und "direkt mit einer Verletzung zu kämpfen" hatte, wodurch die Saisonvorbereitung praktisch wegfiel. "In seiner Karriere war sein zweites Jahr meist besser als das erste. Genau daran wollen wir jetzt gemeinsam anknüpfen und ihn in die Richtung entwickeln, dass er seine Qualität konstant auf den Platz bringt", so der Gladbach-Coach.
Dass man sich mehr erwartet, daraus machte Polanski aber keinen Hehl: "Natürlich wünschen wir uns alle eine andere Leistung von ihm. Aber Shuto ist auch selbst unzufrieden mit seiner Situation und seiner Rolle, und das ist erstmal ein guter Ansatz, weil daraus der Wille entsteht, es besser zu machen. Wir haben viele Gespräche mit ihm geführt und sowohl auf als auch neben dem Platz versucht, gemeinsam daran zu arbeiten, dass Shuto seine Stärken besser einbringt."
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