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So plant Gladbach die neue Offensive

Nach dem Abschied von Haris Tabakovic muss am Niederrhein ein Drittel aller Saisontore aufgefangen werden.
Muss die Gladbacher Offensive nach dem Tabakovic-Abgang neu aufstellen: Sportchef Rouven Schröder
Muss die Gladbacher Offensive nach dem Tabakovic-Abgang neu aufstellen: Sportchef Rouven Schröder | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Bei Borussia Mönchengladbach klafft nach dem Ende der Spielzeit 2025/26 ein gewaltiges Loch im Angriff. Wie die Rheinische Post in einer ausführlichen Analyse vorrechnet, muss die Fohlenelf den Abgang von Haris Tabakovic kompensieren. Der Stürmer, der nach dem Ende seiner Leihe verabschiedet wurde und zur TSG 1899 Hoffenheim zurückkehren wird, war mit 13 Treffern für fast ein Drittel aller 42 Gladbacher Saisontore verantwortlich. Wie will Sportchef Rouven Schröder diese verlorenen Tore nun auffangen?

Schröder setzt auf interne Lösungen und fitte Rückkehrer

Geht es nach den Plänen der sportlichen Führung, sollen vor allem die Profis in die Bresche springen, die bereits im Kader stehen. "Geht den Kader mal durch, generell. Da werden wir so viele Veränderungen wahrscheinlich gar nicht haben", zitiert die Rheinische Post Schröder aus einer Medienrunde nach dem jüngsten 4:0-Sieg gegen Hoffenheim.

Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Tim Kleindienst, der in der abgelaufenen Saison extrem von Verletzungen geplagt war und seinen Torriecher (16 Treffer in der Vorsaison) wiederfinden soll. Zudem setzt Schröder auf Robin Hack, der sich pünktlich zum Saisonende als Scorer zurückgemeldet hat, und den Japaner Shuto Machino, der nach der verpassten WM-Nominierung besonders motiviert sein dürfte.

Eine erfreuliche Entwicklung nehmen zudem die Youngster: Hugo Bolin traf gegen die TSG erstmals, vorbereitet vom neuen jüngsten Assistgeber der Vereinsgeschichte, Wael Mohya. "Das zeigt, dass Alternativen da sind", frohlockte Schröder. "Das wird auch für die neue Saison ein Thema sein."

Das Honorat-Dilemma: Europapokal statt Fohlenelf?

Dass Borussia auf dem Transfermarkt im vordersten Drittel noch einmal richtig Geld in die Hand nimmt – Gerüchte gab es zuletzt etwa um den wohl zu teuren Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu –, ist laut dem RP-Bericht nur dann realistisch, wenn es Abgänge aus dem Kreis der Stammspieler gibt.

Und genau hier rückt eine Personalie in den Fokus, über die 90min bereits ausführlich berichtete: Franck Honorat.

Kokettiert offen mit einem Abschied vom Niederrhein: Gladbach-Flügelstürmer Franck Honorat
Kokettiert offen mit einem Abschied vom Niederrhein: Gladbach-Flügelstürmer Franck Honorat | Christof Koepsel/GettyImages

Der 29-jährige Franzose hatte seinen Vertrag zwar erst im vergangenen Jahr bis 2029 verlängert, kokettiert aber offen mit einem vorzeitigen Abschied. In einem Interview mit der französischen L'Équipe verriet der Flügelspieler kürzlich, dass er am Niederrhein das Flutlicht des Europapokals vermisse. Seiner Unzufriedenheit ließ er zuletzt bei einem völlig lustlosen Auftritt gegen den FC Augsburg freien Lauf, woraufhin ihn Trainer Eugen Polanski bereits nach 45 Minuten vom Feld nahm. Polanski räumte ein: "Wir nehmen ihn sehr nachdenklich wahr."

Dass das Kapitel Gladbach für Honorat zeitnah beendet sein könnte, weiß auch Rouven Schröder. Der Sport-Boss zeigte sich angesprochen auf die Gerüchte um seinen Offensivstar vielsagend offen: "Er hat einen langen Vertrag, aber er ist natürlich begehrt. Wir planen ihn weiter bei uns in Gladbach ein, aber es steht ein langes Transferfenster bevor – da kann man nichts ausschließen."

Sollte Honorat den Verein tatsächlich verlassen, hätte Schröder plötzlich frisches Kapital zur Verfügung, um die Suche nach einem echten Tabakovic-Erben auf dem Transfermarkt doch noch einmal zu intensivieren. Ansonsten scheint sich nicht viel zu tun.


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