Nach seiner erfolgreichen Leihe in der vergangenen Saison hätte Haris Tabaković bei der TSG 1899 Hoffenheim in diesem Sommer wohl einen schweren Stand gehabt. Zuvor war der 32-Jährige als offensive Lebensversicherung für Borussia Mönchengladbach aufgetreten und hatte beachtliche 13 Bundesliga-Tore für die Fohlenelf erzielt. Im Sinne der eigenen sportlichen Perspektive wurde daher die Entscheidung getroffen, für rund fünf Millionen Euro fest zu Red Bull Salzburg zu wechseln.
Dort legt der 1,96 Meter große Sturmhüne aktuell einen sensationellen Start hin. In seinen ersten elf Pflichtspielen für die Roten Bullen traf der Nationalspieler Bosnien-Herzegowinas bereits sagenhafte zehn Mal. Tabaković glänzt in Salzburg exakt in der Rolle, die man sich erhofft hat: als klassischer Wand- und Zielspieler, der Flanken verwertet und im Strafraum eiskalt vollstreckt.
Europa-League-Held und Gladbachs großes Vakuum
Während sein Ex-Klub in Gladbach einen klassischen Fehlstart mit null Punkten hinlegte und händeringend nach Torgefahr sucht, beweist der Bosnier in Österreich absolute Boss-Mentalität. Erst am vergangenen Donnerstag sorgte er zum Auftakt der Europa-League-Ligaphase für das nächste Highlight.
Mit einem überlegten Schlenzer aus kurzer Distanz bescherte er Salzburg im Hexenkessel von Lewski Sofia den 1:0-Siegtreffer. Allein im europäischen Wettbewerb (inklusive Qualifikation) knipste er in fünf Partien starke fünf Mal.

Nichtsdestotrotz ist das wichtigste Kriterium des Transfers für den Stürmer selbst bislang voll gegeben: Er spielt regelmäßig, genießt das volle Vertrauen von Trainer Danny Röhl und sammelt wichtiges Selbstvertrauen für anstehende Aufgaben.
"Jeder erwartet von einem Stürmer, dass er Tore erzielt. Ich versuche voranzugehen und mein Bestes zu geben“, gab sich der Torjäger nach seinem jüngsten Goldtor bescheiden. Spätestens Mitte Oktober wird er diese Form erneut abrufen müssen, wenn in der Europa League das Schwergewicht AC Mailand in Wals-Siezenheim gastiert.
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