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So denkt Polzin über Hamburgs größtes Sorgenkind

Nicolas Capaldo bleibt in der neuen Saison weit hinter den Erwartungen zurück.
VonJan Kupitz
Nicolas Capaldo im Formtief
Nicolas Capaldo im Formtief | Stuart Franklin/GettyImages

Der Hamburger SV hat einen bösen Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison hingelegt und steht nach drei Spieltagen mit null Punkten und 0:12 Toren am Tabellenende. Gegen Mainz und Leipzig gab es zuletzt zwei üble 0:5-Packungen.

Fair to say, dass die Rothosen insbesondere den Abgang von Luka Vuskovic bislang überhaupt nicht kompensieren konnten. Sebastiaan Bornauw, der als neuer Abwehrchef vorgesehen ist, kam erst spät im Sommer und fehlte in Leipzig auch noch verletzt. Dazu bleiben erfahrene Kräfte bislang völlig hinter den Erwartungen zurück.

Am drastischsten ist mutmaßlich der Formverlust von Nicolas Capaldo, der als einer der Vize-Kapitäne eigentlich ein Stabilisator sein sollte. Doch der Argentinier bekommt 2026/27 bislang nichts auf die Kette und sah gegen RBL bei gleich drei Gegentoren schlecht aus. Dass er am Sonntag schon früh eine Gelbe Karte sah, hat sicherlich nicht geholfen.

Wie die Bild berichtet, kommen die schwachen Leistungen nicht von ungefähr, denn auch im Training soll Capaldo längst nicht auf der Höhe sein und "mit weniger Feuer" agieren. Besorgniserregend, schließlich ist Capaldo mit seiner leidenschaftlichen Art eigentlich einer der Stimmungsmacher des HSV.

Polzin schützt sein Team

"Es geht nicht darum, etwas öffentlich auf Einzelne abzuwälzen", wehrte Merlin Polzin sich jedoch dagegen, Capaldo negativ herauszupicken. "Die Jungs und ich haben hohe Ansprüche an uns. Wenn wir dem nicht gerecht werden, müssen wir das aufarbeiten und besser machen. Aber ich werde nichts auf meine Jungs kommen lassen und mich vor sie stellen. Da versuche ich, die Schuld bei mir selbst zu finden."

Anstatt Spieler einzeln zu kritisieren, möchte Polzin seinem Team vielmehr den Glauben einimpfen, dass sie das kommende Spiele (am Samstag zuhause gegen den 1. FC Köln) gewinnen können. "Da wird Capi auch wieder einen Beitrag dazu leisten, dass wir im Heimspiel ein besseres Gesicht zeigen", zeigte der HSV-Coach sich sicher.

Wichtig wäre es, dass der 28-Jährige schnell die Kurve bekommt. Aber auch Jordan Torunarigha muss und kann sich steigern, damit der HSV seinen Laden endlich dicht bekommt.


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