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So bewertet Funkel das Kwasniok-Aus beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok ist beim 1. FC Köln schon wieder Geschichte. Das sagt Friedhelm Funkel zur Entlassung seines Vorgängers.
Friedhelm Funkel führte den 1. FC Köln im vergangenen Jahr zum Aufstieg
Friedhelm Funkel führte den 1. FC Köln im vergangenen Jahr zum Aufstieg | Max Ellerbrake - firo sportphoto/GettyImages

Vor dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach hatte sich Friedhelm Funkel noch für ein Festhalten an Lukas Kwasniok ausgesprochen. "Ich hoffe, dass Lukas – egal, wie das Spiel ausgeht – Trainer bleibt. Ich bin fest davon überzeugt, dass der 1. FC Köln mit ihm in der Liga bleibt", sagte die Trainerlegende gegenüber Sky.

Nachdem der Effzeh aber auch das Derby nicht gewinnen konnte und sich folglich von Kwasniok trennte, scheint sich die Meinung von Funkel geändert zu haben. "18 Spiele, zwei Siege – das ist einfach zu wenig, um aus dem Abstiegskampf rauszukommen", stellte der 72-Jährige bei RTL fest. Es sei daher "schon richtig so, wie sie sich jetzt entschieden haben".

Funkel kritisiert Kwasniok: "Weniger ist manchmal mehr"

Dabei hielt sich Funkel mit der Kritik an seinem Vorgänger, der ihm nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer auf dem Trainerstuhl der Geißböcke abgelöst hatte, zurück: "Man kann Lukas eigentlich gar nicht so viel vorwerfen. Gerade inhaltlich und was er mit der Mannschaft auf dem Platz gemacht hat. Die Mannschaft hat überwiegend – zu 80, 85 Prozent – wirklich gute Spiele gemacht", lobte er.

Trainer Lukas Kwasniok musste seinen Posten räumen
Trainer Lukas Kwasniok musste seinen Posten räumen | picture alliance/GettyImages

Ein Kritikpunkt an Kwasniok war während seiner Zeit im Rheinland auch dessen Auftreten und seine zu direkten Aussagen. "In Köln darf man ja nicht zu viel Ruhe ausstrahlen. Dann sagt man: Ja, der schläft ja ein, der Trainer", entgegnete Funkel. Der 44-Jährige sei "nun mal bekannt dafür, dass er einen Spruch raushaut und den einen oder anderen mal anschnauzt", habe dabei allerdings "vielleicht ein bisschen übertrieben – weniger ist manchmal mehr".

Funkel glaubt an Klassenerhalt - und steht zur Not bereit

Nun stehen die Kölner in den letzten sieben Bundesliga-Spielen ohne Kwasniok vor der Aufgabe, die Klasse zu halten. "Die Spiele, die der Effzeh noch vor der Brust hat, stimmen mich total optimistisch, dass sie 100-prozentig die Klasse halten", machte Funkel seinem Ex-Klub Mut.

Während in den Medien Gerüchte über eine erneute Rückkehr von Funkel zum Effzeh kursierten, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, dem bisherigen Co-Trainer René Wagner das Vertrauen zu schenken - zumindest vorerst.

Obwohl es zuletzt keinen Kontakt zwischen ihm und den Kölner Verantwortlichen gegeben habe, stünde Funkel als Feuerwehrmann womöglich wieder bereit, sollte Wagner an der schwierigen Aufgabe an der Seitenlinie scheitern. "Ich bin gesund, ich bin immer noch gerne im Stadion und würde, wenn es der Situation entspricht, wo ich mich mit identifizieren kann, nicht ausschließen, noch mal auf die Trainerbank zurückzukehren", erklärte Funkel seine grundsätzliche Bereitschaft.

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