Beim VfB Stuttgart wird es unabhängig davon, ob die Champions-League-Qualifikation klappt, im Sommer einige Kader-Veränderung geben. VfB-Boss Alexander Wehrle kündigte bereits an, dass das Aufgebot verkleinert werden soll. Die Bild nennt eine zehnköpfige Liste an Streichkandidaten.
Die Schwaben verlassen wird sehr wahrscheinlich auch Stammkeeper Alexander Nübel nach dem Ende seiner Leihe. Zwar soll der deutsche Nationaltorhüter auch in München keine Zukunft haben, für die Stuttgarter scheint das Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt aber zu teuer.
Zumal man über gleich zwei hochtalentierte Schlussmänner aus dem eigenen Nachwuchs verfügt. Gemeint ist natürlich allen voran Dennis Seimen. Nach einer Saison als Stammkraft in der U23 in Liga drei ging es für den 20-Jährigen vor dieser Saison per Leihe zum SC Paderborn. Dort ist er ebenfalls gesetzt und einer der besten Torhüter der 2. Liga.
Schon lange wird Seimen als künftige Nummer eins des VfB gehandelt. Die aktuelle Spielzeit war für das Eigengewächs das perfekte Bewerbungsschreiben.
Hellstern soll den "Seimen-Weg" gehen
Für das zweite große Keeper-Juwel bei den Schwaben, Florian Hellstern, sind das zunächst keine guten Nachrichten. Der 18-Jährige hatte Seimen als Nummer eins der U23 beerbt. Die Chance auf die Beförderung zur Nummer eins der Profis dürfte aber erst einmal von Seimen blockiert werden. Dennoch hatte sich Hellstern jüngst dazu entschieden, seinen Vertrag bis 2030 zu verlängern.
"Florian hat das Potenzial, sich in den kommenden Jahren zu einem Top-Torhüter auf höchstem Niveau zu entwickeln. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit ihm zu gehen."VfB-Sportvorstand Wohlgemuth
Offenbar mit dem klaren Plan, dass er – nach dem Vorbild bei Seimen – zunächst verliehen wird, um mindestens in der 2. Liga Spielpraxis zu sammeln. Laut Sky bemüht sich Zweitligist Holstein Kiel um einen Leih-Deal. Die Störche sollen dabei aber nicht der einzige Interessent aus dem deutschen Unterhaus sein.
In Kiel geht man wohl davon aus, dass Jonas Krumrey die Störche im Sommer verlassen wird, nachdem er seinen Platz zwischen den Pfosten an Timon Weiner verloren hatte. Hellstern würde entsprechend mit Weiner um die Nummer-eins-Rolle konkurrieren und hätte im Duell mit dem 27-Jährigen sicher gute Chancen.
Kuriose Randnotiz: Kiel hätte vergangenen Sommer schon gerne Seimen an die Förde gelockt, hatte im Werben aber das Nachsehen gegenüber Paderborn. Nun könnte es im zweiten Anlauf mit einem talentierten VfB-Schlussmann klappen.
