Sechser-Suche: Entscheidung bei Eintracht Frankfurt gefallen
Von Niclas Hergt

Bei Eintracht Frankfurt ist die wochenlange Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler vorerst beendet. Trotz interner Diskussionen, externer Forderungen und einer sichtbaren Lücke im Kader haben die Verantwortlichen laut Bild-Informationen entschieden: In dieser Wintertransferperiode wird kein neuer Sechser mehr verpflichtet!
Die Klubführung möchte die Position vorerst intern lösen und sieht aktuell keinen Anlass, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.
Baustelle erkannt - Transfer bleibt aus
Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die sportliche Lage angespannt ist. Die Eintracht hat in den vergangenen Wochen sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League enorme Defensivprobleme offenbart, die vor allem im Zentrum sichtbar wurden. Viele Beobachter sehen im defensiven Mittelfeld eine der größten Schwachstellen, da es an Stabilität, Aggressivität und klaren Strukturen im Spielaufbau mangelt.
Trotz der offensichtlichen Lücke verzichtet Frankfurt aber bewusst auf einen kurzfristigen Transfer. Ausschlaggebend sind dem Bericht zufolge finanzielle Überlegungen ebenso wie strategische Prioritäten: Die Verantwortlichen wollen den Kern der Mannschaft stabilisieren, interne Lösungen stärken und den Markt eher langfristig beobachten.
Zwar wurden mehrere Kandidaten geprüft, darunter auch Sommer-Wunschspieler Raphael Onyedika vom FC Brügge, doch entweder liegen die Ablöseforderungen deutlich über dem Frankfurter Budget oder die Spieler erfüllten sportlich nicht die Anforderungen, die die Eintracht für diese Schlüsselposition stellt.
Neue Transferoffensive im Sommer?
Der Entschluss, ohne weitere Verstärkung in die entscheidende Saisonphase zu gehen, ist nicht ohne Risiko. Der Verzicht auf einen neuen Sechser bedeutet, dass die bestehende Mittelfeldachse um Ellyes Skhiri, Hugo Larsson, Mo Dahoud und Oscar Højlund noch stärker gefordert ist und ihr Leistungsniveau anheben muss. Gleichzeitig hofft der Klub, dass klarere Abläufe sowie der Impuls des neuen Trainerteams für die nötige Stabilität sorgen.
Sollten die Probleme im Zentrum bestehen bleiben, dürfte die Diskussion spätestens im Sommer erneut aufflammen – dann möglicherweise mit anderen Optionen und größeren finanziellen Spielräumen. Wunschkandidat Onyedika wird dann allerdings wohl nicht mehr verfügbar sein, denn der Nigerianer steht laut mehreren Medienberichten bereits hoch im Kurs bei Galatasaray Istanbul. Für den Moment aber gilt: Die Sechserposition bleibt in Frankfurt eine interne Lösung.
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