"Schweinepriester": Tönnies reagiert auf Plakate der S04-Ultras
Von Yannik Möller

Bei der nächsten Mitgliederversammlung im Juli könnte Clemens Tönnies ins sogenannte Ehrenpräsidium des FC Schalke gewählt werden, sollte er sich für eine entsprechende Kandidatur entscheiden. Ein Szenario, das einige Fans ganz offenbar überhaupt nicht gut finden und sich mit deutlichen Worten auch so positionieren.
Beim vergangenen Heimspiel gegen Dynamo Dresden (2:2) gab es im Bereich der Ultras sogar eine Plakataktion gegen eine mögliche Wahl von Tönnies ins Ehrenpräsidium. Dabei bezog sich die Fanszene auf vorige Aussagen des ehemaligen und langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden, dass er in keiner Funktion mehr zum S04 zurückkehren wolle.
"'Aber ich will da auch nicht mehr wieder hin' - CT, steh zu deinem Wort, bleib weg vom Ehrenpräsidium" war beispielsweise zu lesen. Andere Plakate bezeichneten ihn etwa als "Ekelschwein" oder "Schweinepriester", in Anspielung auf seinen Fleischkonzern und auch die Kritik, die diesen vor allem innerhalb der Corona-Zeit umspielten.
Tönnies wettert gegen die Ultras - und betont nötigen Zusammenhalt
Die WAZ hat Tönnies auf diese Plakate angesprochen. "Wer sind die Ultras? Eine kleine und laute Gruppe in diesem großartigen Verein", reagierte er auf die deutliche Ablehnung. Der 69-Jährige weiter: "Ehrlich gesagt habe ich mich in meiner aktiven Zeit kein einziges Mal über die vielen Anwürfe und Beleidigungen der Ultras gegen mich geärgert. Das Schalker Leitbild scheint ja nicht für sie zu gelten!"
Er könne auch nicht verstehen, weshalb die Ultras "jetzt so für Unruhe sorgen", so Tönnies. Er betonte: "Völlig unnötig, weil ich mir noch nicht einmal konkret Gedanken zur Anfrage des Ehrenpräsidiums gemacht habe. Es zählt gerade allein der Kampf um den Aufstieg. Da sollten jetzt alle Schalker zusammenhalten."
Den Informationen der WAZ zufolge sorgte der scharfe Tonfall auch innerhalb der aktuellen Vereinsführung für etwas Bauchschmerzen.
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