Die Bundesliga-Saison 25/26 geht in die letzten Meter. Während der Meister schon quasi feststeht, bleibt es im Tabellenkeller weiter spannend. Noch immer stehen viele Klubs gefährlich nah an den unteren drei Plätzen, was den kommenden Spieltagen zusätzliche Spannung gibt.
Mit dem 1. FC Köln und dem FC St. Pauli eröffneten zwei direkte Konkurrenten den 30. Spieltag. Nach einem engen Duell trennten sich beide Mannschaften 1:1, Köln bekam in der Schlussphase noch einen Elfmeter. Am Ende verpassten aber beide Teams die ganz großen Big Points im Kampf um den Klassenerhalt.
Kessler lobt den Kampfgeist
Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler räumte nach der Partie ein: "Wenn man ehrlich ist, hatten wir über 90 Minuten nicht mehr verdient, St. Pauli hat das heute sehr leidenschaftlich gemacht. [...] Im Laufe des Spiels hat man gemerkt, dass St. Pauli die Oberhand bekommen hat."
Trotzdem betonte er: "Unsere Mannschaft gibt nicht auf.” Und auch für Torschütze Luca Waldschmidt fand Kessler lobende Worte: “Ich freue mich extrem für Luca. [...] René (Trainer René Wagner, Anm. d. Red.) hat unter der Woche ja gesagt, dass er mit Luca über seine Rolle gesprochen hat und wie wichtig er für uns in solchen Phasen sein kann, wenn er reinkommt. Er trainiert seit Wochen auf Top-Niveau. Das ist dann Verantwortungsübernahme, die wir in solchen Situationen brauchen."
Schwäbe schonungslos ehrlich
Der gelobte Torschütze selbst ordnete das Spiel ebenfalls deutlich ein: "Definitiv kein schönes Spiel. [...] Den Punkt nehmen wir gerne mit nach dem Spielverlauf", erklärte Waldschmidt nach dem Abpfiff.
Zu seinem Treffer als Joker sagte er: "Das spricht für uns als Mannschaft, dass egal wer auf dem Platz steht, sich der Verantwortung bewusst ist und sein Herz auf dem Platz zu lassen und alles zu geben. Ob’s 30, 90 oder am Ende doch nur fünf Minuten sind."
Noch klarer wurde Torhüter Marvin Schwäbe: "Ich glaube ehrlich gesagt, die zweite Hälfte war alles andere als gut. [...] Ich glaube, dass wir das auf jeden Fall analysieren müssen. Das war glaube ich mit die schwächste Halbzeit, die ich je gesehen hab."
Besser machen können es die Köln am kommenden Wochenende. Dann gastiert Bayer Leverkusen im RheinEnergie-Stadion zum Derby.
