Schröder mit deutlichen Worten: Das sind die Gladbacher Saisonziele
Von Leonard Schmidt

Noch vor wenigen Wochen steckte Borussia Mönchengladbach tief in der Krise. Nach acht Spieltagen stand der Klub mit nur drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, die Stimmung hatte einen klaren Tiefpunkt erreicht. Mittlerweile rangiert die Borussia auf Platz zwölf. Dennoch will Sportchef Rouven Schröder keine klaren Erwartungen fest machen.
Wie sieht Schröder die Saisonziele?
Mit nur vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist die Lage aus Sicht der Verantwortlichen weiterhin fragil. Genau das erklärt auch Schröders zurückhaltende Zielsetzung. In einem Interview machte er deutlich, dass es aktuell nur eine Priorität gibt.
"Bei uns geht es nur um die Frage, welche Jungs uns die Klasse halten“, erklärte Schröder deutlich. Seine Antwort auf die Frage der Bild bezüglich einer möglichen Verlängerung von Luca Netz fiel auch dementsprechend aus: "Da geht es einzig und allein um die sportliche Abwägung. Sonst könnte man auch sagen, dass Yannik Engelhardt und Haris Tabakovic nur Leihverträge ohne Kaufoption bis zum Saisonende haben und der Trainer deshalb besser auf andere setzen sollte."
Die Aussage lässt wenig Interpretationsspielraum. Für Schröder zählt ausschließlich, welche Spieler dem Team kurzfristig Stabilität geben können. Langfristige Kaderplanung oder Talententwicklung rücken damit vorerst in den Hintergrund – dem Klassenerhalt wird alles untergeordnet.
Keine öffentlichen Zielvorgaben
Auch mit Blick auf die Tabellenregion wollte sich der Sportchef nicht festlegen. Zwar dürfte er intern eine klare Vorstellung haben, öffentlich bleibe er jedoch bewusst vage: "Ich habe mir aber auch einen Tabellenplatz in den Kopf gesetzt – den verrate ich natürlich nicht." Damit dämpft Schröder die Erwartungshaltung nach außen und nimmt zugleich Druck von Mannschaft und Trainerteam.
Wie viel ist noch möglich?
Trotz aller Vorsicht dürfte der Anspruch bei einem Klub wie Borussia Mönchengladbach intern höher liegen als nur der Klassenerhalt. Dieser scheint aktuell das Minimum zu sein, was angesichts des Horror-Saisonstarts verständlich ist. Gelingt der Borussia ein erfolgreicher Start in 026, könnten die Ziele aber auch noch nach oben korrigiert werden.
Das kommende Spiel gegen den ebenfalls noch strauchelnden FC Augsburg bietet dafür eine erste Gelegenheit. Mit weiteren Punkten könnte Gladbach nicht nur den Abstand auf die Abstiegsränge vergrößern, sondern auch das eigene Selbstverständnis wieder schärfen.
Weitere Gladbach-News lesen:
feed