Schlotterbeck-Poker: Dortmund mit großem Zugeständnis

Um Nico Schlotterbeck von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen, ist der BVB bereit, von seinen Prinzipien abzurücken.
Nico Schlotterbeck ist Dortmunds bester Verteidiger
Nico Schlotterbeck ist Dortmunds bester Verteidiger / Hendrik Deckers/GettyImages
facebooktwitterreddit

Die Saga um Nico Schlotterbecks möglichen Vertragsverlängerung beim BVB zieht sich bereits über mehrere Monate hin. Immer wieder gab es neue Wasserstandsmeldungen und ein Abschied galt lange Zeit als das wahrscheinlichste Szenario.

Doch Anfang 2026 zeichnet sich ein anderes Bild – denn Schlotterbeck gehen langsam aber sicher die Optionen aus. Der FC Bayern hat nach der wahrscheinlichen Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano keinen Bedarf mehr. Real Madrid plant ebenfalls keinen Vorstoß, während der FC Barcelona sein Geld lieber in die Offensive investieren will.

Weil auch der FC Liverpool bereits vor Wochen aus dem Poker ausgestiegen ist, ist der BVB aktuell die einzig ernsthafte Alternative für Schlotterbeck. Und um den Innenverteidiger von einer Verlängerung zu überzeugen, brechen die Schwarz-Gelben sogar ein Tabu.

Ein großes Zugeständnis

Denn laut Bild-Informationen will Dortmund seinem Schlüsselspieler im neuen Vertrag eine Ausstiegsklausel einräumen. Diese sollen Top-Klubs ab Sommer 2027 für eine Ablösesumme in Höhe von über 60 Millionen Euro ziehen können.

Eigentlich waren diese Klauseln seit dem Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern 2013 auf den vereinsinternen Index gesetzt worden, für Schlotterbeck will der BVB jedoch wie schon bei Serhou Guirassy oder zuvor bei Erling Haaland eine Ausnahme machen.

Zudem bietet Dortmund Schlotterbeck 14 Millionen Euro Gehalt pro Saison. Damit wäre er der Top-Verdiener des Vereins. Zudem soll es einen großen Unterschriftsbonus geben, um den 26-Jährigen so zu einer Unterschrift zu bewegen.

Win-Win für alle Seiten – oder?

Die BVB-Bosse um Sebastian Kehl und Lars Ricken sehen in diesem Konzept vor allem eins: Planungssicherheit. Schlotterbeck könnte sich mit dem neuen Vertrag komplett auf die WM fokussieren und wäre durch die Verlängerung ein noch größerer Fan-Liebling als ohnehin schon.

Gleichzeitig hätte er durch die Ausstiegsklausel immer noch genug Flexibilität, um in den kommenden Jahren noch zu einem Top-Klub mit Titel-Garantie wie Bayern, Real oder Barca zu wechseln. Soweit die Theorie – ob Schlotterbeck das Angebot annimmt, steht jedoch auf einem anderen Blatt.


Weitere BVB-News lesen:

feed