Die Transferphase nutzte man bei Werder Bremen, um sich im Tor komplett neu aufzustellen. Die letztjährige Nummer eins Mio Backhaus ist weg, der 22-Jährige wurde für zwölf Millionen Euro zum SC Freiburg verkauft.
Sein Nachfolger wird die Nummer zwei der vergangenen Spielzeit, Karl Hein. Dessen Platz wiederum nimmt mit Alexander Schlager der Nationalkeeper Österreichs ein. Die ablösefreie Verpflichtung des 30-Jährigen wurde vielerorts als Coup gefeiert, dabei hätte es unter Umständen gar keine externe Verpflichtung gebraucht.
Deutliche Worte von Vander
"Den Job als Nummer zwei hätte er sich mit guten Leistungen verdienen können. Leider war er lange verletzt. Und in der Rückrunde waren die Leistungen nicht so gut, dass er dafür infrage gekommen wäre."Christian Vander (Bild)
Glaubt man nämlich den Aussagen von Werders Torwarttrainer Christian Vander, dann hätte die Rolle des Hein-Herausforderers auch an Nachwuchskeeper Stefan Smarkalev gehen können. Der 19-Jährige gehört zu den größten Torwart-Talenten bei den Bremern.
"Den Job als Nummer zwei hätte er sich mit guten Leistungen verdienen können. Leider war er lange verletzt. Und in der Rückrunde waren die Leistungen nicht so gut, dass er dafür infrage gekommen wäre", kritisiert Vander Smarkalev in der Bild jetzt deutlich.
Bei Werder glaubt man zwar weiter an den gebürtigen Bulgaren, Vander setzt ihn jetzt für anstehende Saison allerdings unter Druck: "Es ist jetzt eine wichtige Halbserie, um sich in ein anderes Licht zu rücken."
Time to shine
Neben der Einladung ins Trainingslager der Profis ist Smarkalev die Nummer eins in Werders U23, die in der Regionalliga spielt. Der Saisonstart verlief dabei für den 19-Jährigen selbst mit sechs Gegentoren in zwei Spielen suboptimal.
Aber: Noch hat er genug Zeit, sich zu zeigen und zu empfehlen. Dennoch ist dem 19-Jährigen spätestens jetzt klar, dass er um seine grün-weiße Zukunft spielt. Ob die offene Kritik Vanders allerdings besonders förderlich für die Entwicklung Smarkalevs ist, steht auf einem anderen Blatt.
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