Noch immer hat das kontroverse Spiel des FC Bayern München gegen Bayer Leverkusen Nachwirkungen. Die strittige Schiedsrichterentscheidung rund um die Gelb-Rote Karte für Luis Diaz beschäftigte zuletzt sogar das Sportgericht des Deutschen Fußballbundes.
Die von Christian Dingert ausgesprochene Ampelkarte war die Folge eines vermeintlichen Täuschungsversuchs durch Diaz. Obwohl Dingert seine Entscheidung im Nachhinein öffentlich relativierte, änderte das am Ende nichts an der Sperre für den Kolumbianer.
Hin und Her in der Bayern-Kritik
Neben der Kritik direkt nach der Partie durch Trainer Vincent Kompany und die Spieler meldeten sich inzwischen auch mehrere Personen aus dem Bayern-Umfeld zu Wort. Ehrenpräsident Uli Hoeneß sprach sogar von der "schlechtesten Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe."
Gleichzeitig bekam aber auch das Auftreten der Münchner Gegenwind. Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, erklärte in der Abendzeitung: "Vielleicht hat es die Meinung von Uli Hoeneß beeinflusst, dass die Mehrheit dieser spielrelevanten Entscheidungen gegen den FC Bayern getroffen wurde. Aber wir sprechen hier ja keineswegs von skandalträchtigen Fehlern."
Freund verteidigt das Vorgehen, setzt aber auch Grenzen
Auch Christoph Freund meldet sich jetzt erneut zu Wort und verteidigte die Linie des Vereins: "Es war ein Spiel in Leverkusen mit vielen Emotionen, mit vielen strittigen Entscheidungen. Wir haben uns nach dem Spiel geärgert, haben das auch gesagt. Das ist auch unser Recht. Das machen andere übrigens auch, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen."
Auch Max Eberl argumentierte in eine ähnliche Richtung: "Das machen andere meiner Kollegen auch. Wie oft haben die schon gesagt: 'Der VAR muss abgeschafft werden.' Das wird dann einmal kurz erwähnt. Bei Bayern wird es drei Tage getragen, weil jeder sich darüber profilieren möchte."
Trotzdem betonte Freund auch die andere Seite: Schiedsrichter seien "ein wichtiger Teil des Fußballs und es ist wichtig, dass sie geschützt werden, damit sie ihre Leistung bringen können. Das wissen alle Vereine, die Spieler wie die Funktionäre und Trainer."
Strittige Szenen werde es laut Freund aber immer geben, und genau deshalb müsse man darüber auch diskutieren dürfen. Zuletzt erklärte er bereits deutlich: "Wir werden als FC Bayern aber immer unsere Meinung sagen und uns nicht den Mund verbieten lassen."
