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Schiri-Frust und Personal-Sorgen: Werders gebrauchter Tag in Köln

Werder Bremen hat das Sechs-Punkte-Spiel beim 1. FC Köln verloren. Nach Abpfiff haderten die Grün-Weißen mit dem eigenen Auftritt, aber auch mit dem des Schiedsrichters. Hinzu kommen Personalsorgen in der Defensive.
1. FC Cologne - Werder Bremen
1. FC Cologne - Werder Bremen | picture alliance/GettyImages

Für den SV Werder Bremen wird es im Tabellenkeller der Bundesliga nun wieder ganz eng. Nach der 1:3-Niederlage beim direkten Konkurrenten aus Köln stehen die Grün-Weißen nur noch knapp über dem Strich. Der Vorsprung auf den Relegationplatz liegt nur noch bei drei Punkten.

Spielentscheidend war am Sonntag vor allem der Platzverweis gegen Kapitän Marco Friedl, der Ragnar Ache als letzter Mann mit einem Foul stoppte. "Ich fand die Entscheidung sehr hart", kommentierte SVW-Trainer Daniel Thioune die Szene nach Abpfiff bei DAZN. "Er rutscht aus, möchte aufstehen - und wenn dann ein Gegenspieler in ihn reinläuft, dann kann man das bewerten, wie man möchte. Der Schiedsrichter hat es als Rote Karte bewertet."

"Das ist ganz klar Rot": Werder hadert mit Schiri-Auftritt

Werder musste somit lange in Unterzahl agieren und dabei auch noch einem Rückstand hinterherjagen. Allerdings später hätten wohl auch die Gastgeber die Ampelkarte sehen müssen. Nach einem Foul von Ache, der Romano Schmid mit offener Sohle traf, entschied sich Schiedsrichter Tobias Reichel jedoch nur für Gelb.

"Das ist ganz klar Rot. Was anderes kann ich mir gar nicht vorstellen", ärgerte sich Schmid nach Abpfiff über die Entscheidung des Unterparteiischen. "Generell hat mir die Leitung des Spiels gar nicht gefallen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, sonst werde ich bestraft, aber die Leitung war alles andere als zufriedenstellend."

Romano Schmid ärgerte sich nach Abpfiff
Romano Schmid ärgerte sich nach Abpfiff | NurPhoto/GettyImages

Auch Thioune stimmte dem Werder-Torschützen im Nachgang zu. Schiri Reichel wäre "gut beraten gewesen, auf Zehn-gegen-zehn zu stellen", sagte der 51-Jährige, haderte aber auch mit der Leistung seiner Mannschaft. Laut Thioune haben die Kölner "das Spiel verdient auf ihre Seite gezogen".

Zwei Spiele Sperre? Friedl verpasst Nordderby

Für Werder geht es schon am Samstag mit dem Nordderby gegen den Hamburger SV weiter. Dort ist der Tabellenfünfzehnte zum Siegen verdammt, wird aber auf seinen Kapitän Friedl verzichten müssen. Da der 28-Jährige Glattrot sah, ist davon auszugehen, dass er auch das darauffolgende Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart verpassen wird.

Thioune muss hoffen, dass die zuletzt angeschlagenen und verletzten Innenverteidiger (Niklas Stark, Amos Pieper, Karim Coulibaly) bis zum Derby fit bleiben bzw. fit genug werden, um für die Startelf infrage zu kommen. Ansonsten droht erneut ein personaller Engpass in der Defensive.

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