Die sportliche Zukunft von Sacha Boey bleibt das große Fragezeichen an der Säbener Straße. Der 25-jährige Franzose, der im Januar 2024 noch für 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul an die Isar gewechselt war, spielt in den Plänen von Cheftrainer Vincent Kompany keine große Rolle mehr. Bereits beim 5:1-Bundesliga-Auftaktsieg gegen den VfB Stuttgart sowie beim 0:0 auf Schalke stand der Rechtsverteidiger nicht im Kader des Rekordmeisters.
Der Grund für seine Abwesenheit ist kein Geheimnis: Der FC Bayern München möchte einen möglichen Last-Minute-Transfer des Spielers nicht durch einen Einsatz (und eine damit verbundene Verletzungsgefahr) gefährden. Nachdem ein Wechsel in die englische Premier League am Deadline-Day zu Klubs wie dem FC Fulham oder dem FC Everton gescheitert war, verhandelten die Münchner laut der Bild zuletzt mit Vereinen aus der Saudi Pro League.
Eberl lässt Boey-Zukunft offen
Nach dem Abpfiff in Gelsenkirchen äußerte sich Bayerns Sportvorstand Max Eberl zu dem laufenden Poker. "Wir haben von Anfang an jetzt über vier Monate sehr klar kommuniziert. Es sind noch Märkte offen. Schauen wir mal, was passiert", erklärte der Bayern-Boss gegenüber der Bild.
Da das Transferfenster in Saudi-Arabien am Sonntagabend jedoch geschlossen hat, ist eine weitere mögliche Destination für Boey aus dem Rennen. Nun bleiben theoretisch noch die Schweiz (bis 8. September) und Griechenland (bis 15. September) als Ausweich-Optionen.
Verbleib in München wird wahrscheinlicher

Je länger die Verhandlungen jedoch andauern, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass Boey beim deutschen Rekordmeister bleibt. Dieses Szenario deutete auch Sportdirektor Christoph Freund kürzlich an: "Wir haben vor drei Tagen hier gesessen und haben gesagt, dass noch einige Märkte länger offen haben. Das ist auch noch der Fall, aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich jetzt höher, dass er hier bleibt."
Sollte der Wechsel nach Saudi-Arabien tatsächlich scheitern, wird der Rechtsverteidiger, der sich in den vergangenen Monaten stets tadellos verhalten hat, wieder als vollwertiges Kadermitglied integriert. Darauf deutet auch eine Beobachtung vom Freitag hin: Während Boey vor einer Woche beim Lederhosen-Shooting für Sponsor Paulaner noch fehlte, stand er beim offiziellen Fototermin für das neue Mannschaftsfoto der Saison 2026/27 im Heimtrikot in den Reihen der Bayern.
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