Scharfe Upamecano-Kritik von allen Seiten - Welche Auswirkungen hat der Kaugummi-Deal?

Die Bayern haben eine Einigung mit Dayot Upamecano am Sonntag bestätigt. Doch je konkreter die Zahlen wurden, desto lauter fiel die Kritik aus.
Wie geht's bei Dayot Upamecano weiter?
Wie geht's bei Dayot Upamecano weiter? / F. Noever/GettyImages
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Die Hängepartie beim FC Bayern rund um Dayot Upamecano wird ein Ende finden. Zumindest hat FCB-Boss Jan-Christian Dreesen am Sonntag rund um den 5:1-Sieg über Hoffenheim bestätigt, was zuletzt von allen Medien berichtet wurde.

"Wenn man einander vertraut und das Jawort gibt, ist es nicht mehr entscheidend, wann man unterschreibt. Das wird jetzt die nächsten Tage passieren. Es hakt nichts mehr", betonte der Vorstandschef.

Mehreren Berichten zufolge geht es dabei um einen Vertrag bis 2030. Der Spieler würde demnach rund 20 Millionen Euro pro Jahr kassieren und zudem ein enormes Handgeld von kolportierten 16 bis 20 Millionen Euro einstreichen, das allerdings in Raten gezahlt werden soll. Upamecano scheint eine Ausstiegsklausel im Bereich von 65 MIllionen Euro gewährt zu bekommen, die ab Sommer 2027 aktiviert werden kann.

Kritik von allen Seiten

Klar ist, dass eine solche Hängepartie samt der genannten Zahlen auch auf massive Kritik stößt. Unter anderem fand Ex-Bayern-Boss Michael Reschke im Sport1-'Doppelpass' deutliche Worte: "Der hat auch eine Fehlerquote gehabt über einen ganzen Zeitraum. Und ich kann mich erinnern, dass die Bayern sich immer vor ihn gestellt haben. [...] Und da ist man aus meiner Sicht als Spieler auch in der Pflicht, zurückzuzahlen."

Während zuletzt vor allem die Berater des Spielers als Hauptgrund für die langen Verhandlungen genannt wurden, übte Journalist Christian Düren dennoch klare Kritik am Spieler selbst: "Upamecano wollte das Maximum erreichen und hat sich dafür die Berater ausgesucht."

Auch Bild-Journalist Alfred Draxler machte klar, dass die Verantwortung am Ende nicht ausgelagert werden kann: "Wir reden immer über den Berater und angeblich fühlt sich Upamecano ja so wohl in München, aber der Berater will ihn verkaufen. Ja meine Güte, hat dieser Upamecano denn keine eigene Meinung!"

Wie soll es jetzt weitergehen?

Fraglich ist, wie sich ein solches Gezerre auf die Zukunft auswirkt. Upamecano bekommt in München die Spielzeit und das Gehalt eines absoluten Führungsspielers. Das lange Zögern des Franzosen demonstrierte die volle Identifikation mit dem Verein aber nicht. Stattdessen bekam man das Gefühl nicht los, dass Upamecano auf ein besseres Angebot anderer Klubs warte.

Ob das nun von Berater- oder Spielerseite ausging hat am Ende den gleichen Effekt. Klar ist: Upamecano ist mit diesem Vertrag in der Bringschuld. Er muss weiterhin so konstant liefern wie in den vergangenen Wochen. Und das auch in der entscheidenden Saisonphase in den großen K.o.-Spielen auf den Platz kriegen.

Die Crux aus Bayern-Sicht: Gelingt das, wird die Wahrscheinlichkeit nicht geringern, dass 2027 der ein oder andere Topklub die Ausstiegsklausel ziehen möchte...


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