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Schalkes Linksverteidiger-Puzzle: Neue Dynamik bei Ndiaye – Plan B aus Liga zwei?

Der FC Schalke 04 treibt die Personalplanungen für die kommende Bundesliga-Saison voran und muss dabei die Baustelle auf der linken Abwehrseite schließen.
Die Zukunft ist ungeklärt: Schalke 04 würde den von Anderlecht geliehenen Moussa Ndiaye gerne fest binden
Die Zukunft ist ungeklärt: Schalke 04 würde den von Anderlecht geliehenen Moussa Ndiaye gerne fest binden | Kevin Voigt/GettyImages

Beim FC Schalke 04 dreht sich nach der erfolgreichen Rückkehr in die Bundesliga vieles um die Zusammenstellung des Kaders. Besonders die linke defensive Außenbahn bereitet Sportvorstand Frank Baumann dabei noch Kopfzerbrechen.

Mit Vitalie Becker steht aktuell nur ein nomineller linker Schienenspieler fest im Kader für die neue Spielzeit, da die erfolgreiche Leihe von Moussa Ndiaye formell ausgelaufen ist. Doch die Königsblauen arbeiten im Hintergrund längst an Lösungen.

Baumann bestätigt beidseitiges Interesse


Die Ideallösung der Schalker ist demnach ein Verbleib von Ndiaye. Der 23-jährige Senegalese kam in der Rückrunde auf 13 Startelfeinsätze, steuerte zwei Vorlagen bei und überzeugte die Verantwortlichen. Gegenüber der WAZ bestätigte Baumann nun, dass auch der Spieler seine Zukunft in Gelsenkirchen sieht: "Bei Moussa Ndiaye und Kevin Müller ist klar, dass die Spieler gerne bleiben wollen – wir können uns einen Verbleib sehr, sehr gut vorstellen."

Allerdings bremste der Sportvorstand die Euphorie umgehend, denn der Leihvertrag beinhaltet keine Kaufoption. Ndiaye muss vorerst zum RSC Anderlecht zurückkehren. "Es gibt trotzdem noch den aktuellen Verein, bei dem der Spieler unter Vertrag steht. Da müssen wir schauen, ob sich eine Lösung finden lässt", erklärte Baumann. Berichten zufolge steht eine Ablösesumme von rund 1,5 Millionen Euro im Raum – viel Geld für die klammen Gelsenkirchener, die zudem parallel versuchen, Torhüter Kevin Müller fest vom 1. FC Heidenheim zu verpflichten.

WM-Aus für Ndiaye

Für Ndiaye hagelte es zuletzt ohnehin einen bitteren sportlichen Rückschlag. Trotz starker Rückrunde strich der senegalesische Nationaltrainer Pape Thiaw den 23-Jährigen am Donnerstag aus dem vorläufigen Aufgebot für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der Schalker wartet somit weiterhin auf sein Länderspieldebüt und muss das Turnier, anders als seine Teamkollegen Edin Dzeko und Nikola Katic (Bosnien), vom heimischen Sofa aus verfolgen

Kaiserslauterns Haas als möglicher Plan B


Da ein Ndiaye-Transfer an den finanziellen Forderungen aus Belgien scheitern könnte, sichten die Königsblauen, wie von 90min bereits berichtet, den Markt nach Alternativen. Ein Name, der dabei konkret ins Visier geraten sein soll, ist Mika Haas.

Der 20-Jährige absolvierte beim 1. FC Kaiserslautern in der abgelaufenen Saison wettbewerbsübergreifend 30 Partien, kam meist als linker Schienenspieler zum Einsatz und überzeugte mit zwei Toren und drei Vorlagen. Da Schalke nach dem Aufstieg im ersten Bundesliga-Jahr voraussichtlich wieder vermehrt auf eine Dreierkette setzen wird, würde Haas perfekt ins Anforderungsprofil passen.

Einfach würde eine Verpflichtung des FCK-Talents jedoch keineswegs werden. Dem Vernehmen nach hat auch Eintracht Frankfurt sowie weitere namentlich nicht genannte Bundesligisten ein Auge auf Haas geworfen. Schalke müsste somit vor allem mit einer sportlichen Perspektive statt mit finanzkräftigen Gehaltsschecks überzeugen.


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