In der vergangenen Rückrunde lief Moussa Ndiaye für den FC Schalke 04 auf. Das Barça-Eigengewächs wurde vom belgischen Topklub RSC Anderlecht ausgeliehen und vertrat bei den Knappen den verletzten Vitalie Becker auf der linken Schiene grandios.
Nicht nur wegen seiner beiden Torvorlagen trug Ndiaye als Stammspieler maßgeblich zur Bundesliga-Rückkehr von S04 bei.
Obwohl Schalke keine Kaufoption in den Leih-Deal verankert hatte, versuchten die Knappen, Ndiaye fest von Anderlecht zu verpflichten. Weil das Preisschild zunächst noch zu hoch ausfiel, schauten Sportchef Frank Baumann und Co. aber auch nach Alternativen. Am Ende entschied sich Schalke für den Transfer von Robin Gosens, womit ein Ndiaye-Verbleib in Gelsenkirchen vorerst vom Tisch war.
Viele Schalke-Fans würden es dennoch begrüßen, wenn der 24-jährige Senegalese den Weg zurück zu Königsblau finden würde. Eine Hintertür hätte ein Verkauf von Becker liefern können, dessen Vertrag bei S04 im kommenden Sommer ausläuft. Weil sich beim Eigengewächs weiter keine Vertragsverlängerung abzeichnet, könnte Schalke ihn bei einem passenden Angebot ziehen lassen.
Neben Gosens wäre dann für Ndiaye noch eine Kaderstelle auf der linken Seite frei. Dass es dazu kommt, wird aber immer unwahrscheinlicher. Zum einen will S04 weiter mit Becker verlängern und ein zeitnaher Abgang bahnt sich – trotz losem Lazio-Interesse – aktuell weiter nicht an. Zum anderen scheint man bei Anderlecht wieder auf Ndiaye setzen zu wollen.
Anderlecht will doch wieder auf Ndiaye setzen
Der belgische Transfer-Experte Sacha Tavolieri berichtet, dass bei den Mauves die Entscheidung gereift sei, mit Ndiaye als Linksverteidiger-Option in die neue Saison zu gehen. Auf dieser Position war bisher der ehemalige Bremer Ludwig Augustinsson Stammkraft. Der 32-jährige Schwede gilt allerdings als einer der Topverdiener im Team, hat nur noch bis Saisonende Vertrag und könnte daher bei einem passenden Angebot ziehen gelassen werden.
Neben Ndiaye würde dann wohl vor allem der 21-jährige Ali Maamar hinten links eingeplant werden, der aktuell noch als Rechtsverteidiger erste Wahl ist. Hinten rechts gibt es aber noch weitere personelle Möglichkeiten. Laut Tavolieri will Anderlecht dort vor allem auf Ilay Camara setzen, wenn der 23-jährige nach seiner Verletzung (Fußbruch) wieder fit ist.
Ndiaye wurde derweil in den beiden Quali-Duellen zur Europa League gegen Hammarby IF jeweils für Augustinsson eingewechselt. Bei Anderlechts ersten beiden Pflichtspielen der Saison machte der Ex-Schalker dabei einen starken Eindruck. Vor allem im Rückspiel, als Ndiaye zur Pause für Augustinsson kam und Anderlecht in den zweiten 45 Minuten einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg drehte.
Da Ndiaye in Belgien noch bis 2028 unter Vertrag steht, spricht nun also sehr viel für einen Verbleib bei RSC.
