Skip to main content

Schalke-Einspruch gegen Dzeko-Sperre: So geht es jetzt weiter

Das DFB-Sportgericht hatte den S04-Star für zwei Spiele gesperrt. Am Donnerstag hoffen die Knappen auf ein milderes Urteil.
Schalke und Dzeko hoffen auf eine mildere Strafe
Schalke und Dzeko hoffen auf eine mildere Strafe | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Wegen "rohen Spiels" hatte das DFB-Sportgericht Edin Dzeko im Einzelrichterverfahren für die nächsten beiden Partien gesperrt. Der Schalke-Star würde damit den Aufstiegs-Kracher in Darmstadt und das Heimspiel gegen den KSC nach der Länderspielpause verpassen.

Doch nach der umstrittenen Roten Karte gegen Hannover 96 wollte S04 das Urteil nicht akzeptieren und legte Berufung ein.

Mündliche Verhandlung am Donnerstag

Am Tag nach dem 40. Geburtstag des Angreifers teilte der Zweitliga-Spitzenreiter am Mittwochnachmittag mit, wie es im Berufungsverfahren weitergeht. Am Donnerstag werde es demnach zu einer mündlichen Verhandlung mit dem DFB kommen. Schalke wird dabei von Sportvorstand Frank Baumann vertreten. Auch Dzeko selbst soll vor Ort eine Aussage machen.

Gegen 12:30 Uhr soll über die Dzeko-Sperre beraten werden, wie der DFB in einer Pressemitteilung bestätigte. "Wir legen Einspruch gegen das Urteil ein, weil eine Sperre für zwei Spiele unserer Überzeugung nach zu hoch ist. Unserer Auffassung nach liegt eben keine Aktion von Edin vor, in der die Gesundheit des Gegenspielers rücksichtslos gefährdet wird, wie es der DFB in seinem Einzelrichterurteil darstellt", hatte Baumann den Einspruch nach dem Urteil vom Dienstag begründet.

Wie stehen Schalkes und Dzekos Chancen?

Für den Zweitligaspitzenreiter war Dzekos Platzverweis am vergangenen Sonntag doppelt bitter. Den sicher geglaubten Heimsieg gegen Verfolger Hannover gaben die Knappen in Unterzahl nach 2:0-Führung noch aus der Hand. Nach sechs Toren und drei Vorlagen in seinen ersten acht Schalke-Spielen ist Dzekos Fehlen gegen die Lilien ebenso schmerzhaft.

Nun geht es darum, dass der Routinier zumindest nach der Länderspielpause direkt wieder auf Torejagd gehen kann. Wie hoch die Schalker Einspruchschancen stehen, ist schwer zu bewerten. Die Aussagen von Schiedsrichter Robin Braun und das Einzelrichterurteil lassen aber eher darauf schließen, dass das DFB-Sportgericht an der Zwei-Spiele-Sperre festhalten wird.

"Auf dem Feld sehe ich, dass der Spieler Dzeko versucht, zum Ball zu gehen, ihn aber klar verfehlt und mit hohem Risiko in die Situation geht - mit einer offenen Sohle. Er trifft am Ende den Spieler im Rippenbereich mit der offenen Sohle. Das ist für mich eine klar gesundheitsgefährdende Komponente", hatte Braun nach dem Spiel erklärt. Die fehlende Absicht habe in seiner Bewertung keine Rolle gespielt.

Das Regelwerk bei einer Bewertung für "rohes Spiel" ist eindeutig: Eine Mindeststrafe von zwei Spielen Sperre ist vorgesehen. In der mündlichen Verhandlung muss das Sportgericht demnach zur Überzeugung kommen, dass Dzekos Einsteigen nicht in diese Kategorie fällt.

Loading recommendations... Please wait while we load personalized content recommendations