Die aktuelle Saison sollte Mika Wallentowitz dazu nutzen, um durch eine Leihe möglichst viel Spielpraxis zu sammeln. Immerhin war frühzeitig absehbar, dass er in der Bundesliga kaum für den FC Schalke aufspielen und seine Entwicklung dadurch ins Stocken geraten würde.
Bislang macht sich sein Leihwechsel zu Greuther Fürth aber nicht bezahlt. Im Gegenteil: In den ersten fünf Pflichtspielen kam Wallentowitz erst zweimal zum Einsatz, und das jeweils nur für einen Kurzeinsatz nach später Einwechslung. So stehen erst 15 Spielminuten auf dem Konto des 18-Jährigen, von möglichen 450 Minuten.
In den letzten drei Pflichtspielen kam er gar nicht mehr zum Einsatz, sodass es nicht den Eindruck macht, als würde sich die Situation zeitnah spürbar verbessern.

Damit droht dem S04 und natürlich auch Wallentowitz selbst ein möglicherweise verlorenes Jahr, sollte sich die Fürth-Leihe nicht doch noch zeitnah wandeln. Theoretisch wäre die 2. Bundesliga wohl das optimale Szenario für den Youngster, um sich zur nächsten Saison wieder bei Königsblau anbieten zu können. Ohne nennenswerte Spielpraxis wird das aber schwierig, ungeachtet des noch bis 2030 gültigen Vertrags.
Wallentowitz wird im Training viel Eigenwerbung betreiben und die nächsten Chancen gut nutzen müssen. Ansonsten muss unter Umständen geschaut werden, ob die Leihe nicht vielleicht sogar schon zum Winter abgebrochen und ein neuer Klub für ihn gefunden werden muss.
"Ich hatte schon mit Flo Hellstern Kontakt und habe mich auch bei ihm nochmal erkundigt. Er hat meinen Eindruck bestätigt, den ich auch aus den Gesprächen schon gewonnen hatte und deshalb freue ich mich, dass der Wechsel jetzt geklappt hat", hatte Wallentowitz nach seiner Unterschrift gesagt. Diese Freude dürfte mittlerweile einer ersten Ernüchterung gewichen sein.
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