Trainer beim FC Schalke gab es so viele wie Sand am Meer. Erfolgreiche Trainer bei Königsblau sind da schon deutlich seltener, insbesondere über das vergangene Jahrzehnt. Umso größer ist natürlich die Freude über die bisher so erfolgreiche Amtszeit von Miron Muslic, der den Klub direkt im ersten Anlauf wieder in die Bundesliga gebracht hat.
Eines ist auch klar: Wer beim S04 als Cheftrainer funktioniert, der muss wohl was auf dem Kasten haben. Dementsprechend gab es zumindest die leise Befürchtung, dass das Interesse an Muslic nach nur einem Schalke-Jahr bereits so groß sein könnte, dass es zu einer vorzeitigen Trennung kommt.
Muslic-Abgang war "zu keiner Sekunde" ein Thema
"Zu keiner Sekunde" sei ein solcher Abschied ein Thema gewesen, wie Frank Baumann gegenüber der Sport Bild betonte. Auf dieses Szenario angesprochen, erklärte der Sportvorstand: "Es gab keinen Moment, in dem ich dieses Gefühl hatte. Oder dass Miron so etwas angedeutet hätte. Wir haben eine Idee gehabt, wie wir Schalke in die Erfolgsspur bringen wollen. Miron hat sich dem voll verschrieben. Warum sollte er Gedanken haben, das abzubrechen?"
Muslic habe soweit genau das eingehalten, was sich die S04-Führung von ihm als Cheftrainer auch erhofft hat. "Er ist fachlich extrem gut, er ist sehr klar, konsequent. Zudem ist er rhetorisch gut, hat einen guten Zugang zu den Spielern", führte Baumann das Loblied weiter aus und betonte: "Er wird seinen Weg weitergehen, hoffentlich noch sehr lange bei Schalke 04."
Gegenüber dem 43-Jährigen habe man frühzeitig klargemacht, dass "Kontinuität auf den Schlüsselpositionen" als ein "wichtiges Erfolgskriterium" angesehen werde. Daher konnte Baumann auch einen entsprechenden Wunsch äußern: "Unser Ziel ist es, mit Miron auch über die aktuelle Vertragslaufzeit bis 2028 zusammenzuarbeiten."

Ein Anruf von Muslic ist Baumann besonders im Gedächtnis geblieben
In der bisherigen Zusammenarbeit ist Baumann ein Moment besonders im Kopf geblieben, wie er verriet. Dabei habe es sich um einen Anruf im vergangenen Winter gehandelt. "Er sagt mir, dass er unsere Grundordnung verändern möchte. Das war ein prägender Moment. Als Tabellenführer mit der mit Abstand besten Defensive nun auf Viererkette umzustellen, deutlich offensiver spielen zu wollen und die Spielphilosophie zu ändern, ist eine starke Trainer-Leistung", so das Vorstandsmitglied.
"Ein paar Minuten" lang habe Baumann mit Muslic noch diskutiert und die aus seiner Sicht möglichen Vor- und Nachteile dargelegt. "Aber er war so überzeugt, dass ich am Ende des Gesprächs zu ihm gesagt habe: 'Du machst das schon!' Und er hat es dann ja auch gemacht", schloss Baumann.
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