Da der Klassenerhalt so gut wie sicher ist, läuft bei Borussia Mönchengladbach die Kaderplanung für die kommende Saison allmählich an. Ein Fokus scheint auf der Außenverteidigung zu liegen: Nach David Herold, der per Ausstiegsklausel vom KSC kommen und die linke Defensivseite verstärken soll (90min berichtete), wird auch Robert-Jan Vanwesemael als potenzieller Neuzugang gehandelt.
Der belgische Transferexperte Sacha Tavolieri berichtet, dass die Fohlenelf zusammen mit Twente Enschede derjenige Klub sei, der am konkretesten um Vanwesemael buhlt.
Der 24-Jährige steht derzeit bei VV St. Truiden in Belgien unter Vertrag und bekleidet die rechte Verteidigerposition, wenngleich er auf der Seite auch offensivere Rollen übernehmen kann. In der laufenden Saison war Vanwesemael bei St. Truiden absolut gesetzt und bestritt 33 Pflichtspiele (zwei Tore, eine Vorlage).
Indiz für Scally-Abschied
Dass Gladbach sich um einen neuen Rechtsverteidiger bemüht, legt den Verdacht nahe, dass die Zeichen bei Joe Scally auf Abschied stehen. Der US-Amerikaner wird quasi in jedem Transferfenster als Wechselkandidat gehandelt; vor allem die Premier League gilt als mögliches Wechselziel. Für Scally wäre eine vergleichsweise ordentliche Ablöse drin, selbst wenn er in seinen Leistungen am Niederrhein sehr schwankend unterwegs war.
Vanwesemael hingegen könnte sich sogar als Schnäppchen erweisen. Zwar wurde sein Vertrag bei St. Truiden erst kürzlich per Option bis 2027 verlängert, laut Sacha Tavolieri scheint der 24-Jährige bei seinem Klub aber nicht sonderlich glücklich zu sein und eher zu einem Wechsel zu tendieren. Bei nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit könnten die Belgier keine exorbitante Ablöse mehr verlangen.
Sein Marktwert wird bei Transfermarkt auf 2,5 Millionen Euro geschätzt.
Übrigens: Belgischer Außenverteidiger bei Borussia Mönchengladbach - da klingelt doch was! Richtig: Ein gewisser Filip Daems war jahrelang Leistungsträger und Publikumsliebling am Niederrhein. Sollte Vanwesemael nur annähernd in die Fußstapfen seines Landsmannes treten können, hätte Borussia einen grandiosen Deal gemacht. Aber bis dahin ist freilich noch ein Stück zu gehen.
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