Bei jedem großen Turnier gibt es diese wenigen Ausnahmetalente, die das internationale Rampenlicht nutzen, um sich endgültig auf dem Zettel der europäischen Elite zu platzieren. Johan Manzambi ist bei dieser Endrunde genau jener Spieler.
Nach seiner fußballerischen Ausbildung bei Servette Genf wechselte er 2023 in die Jugend des SC Freiburg und schaffte in der abgelaufenen Saison 2025/26 seinen Durchbruch bei den Profis. In der Bundesliga überzeugte er mit fünf Toren und vier Vorlagen in 27 Einsätzen. Zudem war er mit 15 absolvierten Partien und zwei Treffern ein entscheidender Faktor für den sensationellen Einzug der Breisgauer in das Finale der Europa League.
Leistungsexplosion im Trikot der Nati
Diese bärenstarke Vereinsform hat der junge Genfer nun nahtlos mit nach Nordamerika genommen. In den ersten drei WM-Gruppenspielen der Schweiz erzielte der 20-Jährige bereits drei Tore und verbuchte eine Vorlage. Dabei glänzte Manzambi nicht nur auf seiner angestammten Position im zentralen und offensiven Mittelfeld, sondern wusste auch als flexibler Rechtsaußen zu überzeugen. Spätestens mit seinem Auftritt beim 2:1-Erfolg gegen Co-Gastgeber Kanada, wo er mit einem Tor und einem Assist zum entscheidenden Mann auf dem Platz avancierte, hat er sich in die Notizbücher der ganz großen Vereine gespielt.
Newcastle plant den Mittelfeld-Umbruch
Besonders heiß ist die Spur aktuell auf die Insel. Wie unter anderem Sky Sports und die Daily Mail berichten, haben Scouts von Newcastle United den Schweizer beim Turnier vor Ort intensiv beobachtet und ein äußerst positives Fazit gezogen. Die Magpies planen im Sommer einen personellen Umbruch im Mittelfeld, da die Zukunft der beiden Stars Bruno Guimarães und Sandro Tonali nicht gesichert ist. Besonders Tonali wird intensiv von Klubs wie Arsenal und Tottenham umworben.
Manzambi gilt als absoluter Wunschkandidat, um eine mögliche Lücke im Zentrum zu schließen. Englischen Medienberichten zufolge schätzen die Verantwortlichen von Newcastle, dass für den Transfer eine gewaltige Ablösesumme von rund 55 Millionen Euro fällig werden könnte.
Ein Wettbieten winkt – auch die Bayern schauen hin
Ob der SC Freiburg bei dieser Summe einknickt, liegt allein in der Hand der Breisgauer. Manzambi hat seinen Vertrag im Schwarzwald erst kürzlich vorzeitig bis ins Jahr 2030 verlängert. Eine Ausstiegsklausel existiert nicht. Die Freiburger sitzen somit am deutlich längeren Hebel und können die Entwicklung der kommenden Wochen völlig entspannt abwarten.
Dass es bei einem einzigen Interessenten aus der Premier League bleibt, ist angesichts der Leistungen bei der Weltmeisterschaft ohnehin nahezu ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit eines lukrativen Wettbietens steigt mit jedem starken Auftritt des Schweizers. Selbst Thomas Müller geriet zuletzt öffentlich ins Schwärmen und legte dem FC Bayern München eine genaue Beobachtung des Talent nahe. Worte, die man an der Säbener Straße sicherlich aufmerksam registriert hat. Die Sommerpause verspricht in der Personalie Manzambi also höchste Spannung.
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