Sarco als Dominostein? Für welche Gladbacher Profis es jetzt eng wird
Von Fabian Küpper

Der Transfer von Bayer-Talent Alejo Sarco am Dienstag kam ein bisschen aus dem Nichts – vor allem vor dem Hintergrund, dass Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder den Kader eigentlich verkleinern wollte.
Stattdessen steht mit Sarco jetzt ein neuer Stürmer auf der Matte, der großes Potenzial besitzt, allerdings auch reichlich Spielpraxis braucht, um dieses freizusetzen. Dennoch hat die Verpflichtung des 20-Jährigen auch einen strategischen Hintergrund.
Ein deutliches Zeichen
Denn der Sarco-Deal kann als klares Zeichen von Schröder an Schröder hat mit Sarco auch den Transferdruck auf Tomas Cvancara, Grant-Leon Ranos und Charles Herrmann gesehen werden. Ganz nach dem Motto: Den drei Spielern muss nun endgültig klar sein, dass in Gladbach nicht mehr auf sie gebaut wird.
Damit setzt Schröder ein eindeutiges Zeichen. Hoffnung auf Einsatzzeiten bei den Fohlen kann sich das Trio nicht machen. Es gibt für alle drei also nur zwei Möglichkeiten: Entweder vor dem Ende des Transferfensters noch den Abflug zu machen – oder ein halbes Jahr Tribüne.
Geht auch Stöger?
Zumindest bei Cvancara scheint dieser Schachzug schon aufgegangen zu sein. Der 25-Jährige steht vor einem Wechsel zum schottischen Serienmeister Celtic Glasgow. Die Schotten leihen Cvancara zunächst aus, für den Sommer gibt es eine Kaufoption.
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Doch nicht nur die drei Stürmer müssen nach der Sarco-Verpflichtung ihre Zukunft überdenken. Auch Kevin Stöger könnte nochmal ins Grübeln geraten. In den ersten drei Spielen im neuen Jahr stand er nur 21 Minuten auf dem Feld, wobei er gegen den HSV und den FC Augsburg komplett außen vor blieb.
Eigentlich wollte sich der Österreicher durchbeißen. Das hatte er noch in einem Interview mit der Sport Bild in der Winterpause erklärt. Doch die Ankunft des Argentiniers könnte auch bei ihm für ein Umdenken sorgen – und Schröders Mission Kaderverkleinerung weiter vorantreiben.
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