Borussia Dortmund plagen schon früh in der Saison personelle Probleme in der Offensivabteilung. Giannis Konstantelias fehlt mit einem Kreizbandriss noch monatelang - und zuletzt fiel auch dessen griechischer Landsmann Konstantinos Karetsas wegen diffuser gesundheitlicher Probleme aus. Auch wenn der 18-Jährige schon bald wieder zur Verfügung stehen könnte (90min berichtete) und der Ausfall von Konstantelias durch die Verpflichtung von Ethan Nwaneri abgefangen wurde, stellt sich die Frage, ob der BVB nicht doch noch einmal nachlegen will.
Da das Transferfenster bereits geschlossen ist, könnten die Dortmunder nur noch auf vertragslose Spieler zurückgreifen. Und damit käme unter anderem Jadon Sancho weiter infrage. Schon über den ganzen Sommer halten sich Gerüchte, der BVB könnte den Engländer, dessen Vertrag bei Manchester United nach einer Leihe zu Aston Villa im Sommer auslief, nach zwei Jahren erneut zurückholen. Doch Trainer Niko Kovac schob einer möglichen Verpflichtung nun den Riegel vor.

"Wir hatten einen richtig guten Transfer-Sommer und sind sehr gut aufgestellt. Nach der Verletzung von Giannis Konstantelias mussten wir noch mal reagieren, aber wir haben richtig gut mit Ethan reagiert. Der Kader ist sowieso sehr groß, wir haben ungefähr 26 Feldspieler und viele junge Spieler", erklärte Kovac: "Von daher brauchen wir uns damit nicht zu beschäftigen."
Entscheidung gegen Sancho im Sommer bewusst getroffen
BVB-Sport-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte indes, warum sich die Dortmunder im Laufe des Transfersommers bewusst gegen eine erneute Rückholaktion Sanchos entschieden. "Mir war es ein Stück weit wichtig, jetzt neue Gesichter, neue Geschichten, neue Identifikationsfiguren reinzuholen", sagte Ricken im Bild-Interview. Der Blick richte sich nach vorne. Eine Reservistenrolle sei Sancho nicht anzubieten gewesen. Zudem befürchtete Ricken, der Engländer sei unabhängig von dessen sportlicher Situation ein alles überstrahlendes Thema geworden.
Und so entschied sich der BVB, lieber das vorhandene Personal (wie etwa Fabio Silva) zu halten, jungen Spielern Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und lieber frische Gesichter wie Konstantelias, Karetsas oder Nwaneri dazuzuholen.
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